Kinderschutz u. Zugang zu WASH-, Gesundheits- u. Sozialdiensten für ukr. Flüchtlinge und Aufnahmegemeinden in Moldau II
Die Republik Moldau steht vor erheblichen sozioökonomischen Herausforderungen, die durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine verstärkt werden. Die Situation ist besonders kritisch für geflüchtete Familien. Der Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheit, Bildung und sozialer Sicherung ist stark eingeschränkt, was die Integration erheblich erschwert. Die staatliche Dienstleistungsinfrastruktur ist überlastet, die wirtschaftliche Leistung Moldaus leidet unter hoher Inflation und steigender Armut. Dies trifft besonders ukrainische Frauen und Kinder, sowie vulnerable Personen aus den Aufnahmegemeinden.
Das Vorhaben soll die nationalen Systeme Moldaus dahingehend unterstützen, dass Basisdienstleistungen sowohl für geflüchtete ukrainische Kinder und Jugendliche als auch für Kinder und Jugendliche aus den Aufnahmegemeinden sowie deren Familien angeboten werden. Dazu gehören Kinderschutzprogramme, Gesundheitsdienstleistungen, frühkindliche Entwicklungsprogramme, inklusive Bildungsangebote sowie soziale Sicherungssysteme. Durch den integrativen Ansatz werden eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung, eine inklusive und sichere Lernumgebung und geschlechts- und altersspezifische Kinderschutz gewährleistet. Damit soll auch die moldauische Regierung in ihrer Reaktion auf anhaltende humanitäre und sozioökonomische Herausforderungen unterstützt werden.
Die Zielgruppe umfasst geflüchtete Kinder und Jugendliche und deren Familien, sowie vulnerable Personen aus den Aufnahmegemeinden. Die Maßnahmen werden in urbanen und ländlichen Regionen umgesetzt, insbesondere in den Städten Chișinău, Ungheni, Căușeni und Otaci, wo sich viele geflüchtete Familien niedergelassen haben.
UNICEF ist Empfänger und Projektträger des Vorhabens und setzt die Maßnahmen über eigene Kapazitäten sowie nationale und internationale NGOs vor Ort um.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Vorläufig: Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie (2022) in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft. Es kann potenziell geringe negative Auswirkungen auf Umwelt- und soziale Belange haben, die in der Regel reversibel und lokal begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können. Typische potenzielle Umwelt- und Sozialauswirkungen, die während der Bauvorbereitung- und Bauphase des Vorhabens zu erwarten sind, betreffen z.B. die Staubbildung, Lärmentwicklung, sowie Umweltverschmutzung und Anfall von gefährlichen und nicht-gefährlichen Abfällen usw. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Gemeinde, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Kein Grunderwerb, sowie physische oder wirtschaftliche Umsiedlung und Verlust von Lebensgrundlagen sind zu erwarten. Obwohl diese Auswirkungen lokal beschränkt und reversibel sind, erfordern diese eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans (Environmental and Social Management Plan - ESMP oder Environmental and Social Code of Practice - ESCOP) umgesetzt und überwacht. Dies beinhaltet über die Minderungsmaßnahmen während der Bauarbeiten hinaus auch die angemessene Einbeziehung von Interessengruppen und die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeitskräfte und andere vom Vorhaben betroffene oder interessierte Menschen. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen während des Baus liegt beim Projektträger (UNICEF) und dem/den Bauunternehmen.
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