Just Transition - Green Infrastructure Africa (JusT-GIA)
Das Ziel des Themenvorhabens JusT-GIA ist es, öffentliches und privates Kapital bereitzustellen, um grüne Infrastruktur in Afrika auszubauen und die Transition in Richtung CO2-Neutralität zu beschleunigen. Dadurch soll die wirtschaftliche Stärkung in den Partnerländern gefördert und gleichzeitig die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel gestärkt werden.
Das erste Einzelvorhaben, AGIA-PD, zielt darauf ab, Kapital zu mobilisieren, um Infrastrukturprojekte zu entwickeln, bis sie eine Marktfinanzierbarkeit erreicht haben. Anschließend sollen sie kommerziell orientierten Investoren angeboten werden. Die kommerziellen Investitionen sollen dazu beitragen, (i) Treibhausgasemissionen zu verringern oder zu vermeiden, (ii) Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel zu unterstützen und die Widerstandsfähigkeit zu stärken, (iii) die Klimaverpflichtungen der Länder, wie beispielsweise das Pariser Abkommen oder die National Determined Contributions (NDCs) zu erfüllen und (iv) perspektivisch positive Wirkungen der geschaffenen Infrastruktur auf den Erhalt der biologischen Vielfalt zu erzeugen.
Die AGIA-Initiative schätzt, dass basierend auf dem angestrebten Volumen von 500 Mio. USD (400 Mio. AGIA-PD + 100 Mio. AGIA-PP) über 50 Projekte bis zur Finanzierungsreife entwickelt werden können. Anschließend könnten bis zu 10 Mrd. USD Kapital katalysiert werden, davon 3 Mrd. aus privaten Quellen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Die Projekte des AGIA-Fonds bergen das Potenzial für hohe (Kategorie FI/A) Umwelt- und Sozialrisiken. Dazu gehören die Gesundheit und Sicherheit von Arbeitnehmern und Gemeinden, die biologische Vielfalt, die Umweltverschmutzung und mögliche negative Auswirkungen auf lokale Gemeinschaften, einschließlich potenzieller Auswirkungen auf indigene Völker sowie Umsiedlungen. Potenzielle Menschenrechtsfragen innerhalb der Lieferkette für Solarmodule sind für Solarprojekte ebenfalls von Bedeutung. Um U&S-Risiken und -Auswirkungen in Einklang mit den Anforderungen der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie zu managen, hat der Fonds Manager (Africa50) ein Umwelt-, Sozial- und Governance-Managementsystem (ESGMS) entwickelt. Die Projektprüfung bestätigte, dass das ESGMS des Fonds fast alle Anforderungen der KfW abdeckt (u.a. ESG Policy, Anwendung der IFC Performance Standards, Monitoring und Reporting). Es wurde ein Aktionsplan vertraglich mit dem Fonds Manager vereinbart, um identifizierte Schwachstellen und generelle Auflagen für Umwelt und Soziales zu vereinbaren. Der Fonds wird die Ausschusslisten der KfW Bankengruppe sowie der IFC anwenden. Ferner unterhält der Fondsmanager einen Beschwerdemechanismus. Eine jährliche Berichtserstattung an die KfW zur Entwicklung der Umwelt- und Sozialleistung des Portfolios ist ebenfalls vereinbart worden.
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