IWRM Küstenschutzprogramm Tunesien II

Tunesiens Küsten haben aufgrund ihrer hohen Siedlungsdichte und ihres Wirtschaftspotenzials (Tourismus, Industrie, Fischerei und Landwirtschaft) eine große sozioökonomische Bedeutung für das Land. In den Küstengebieten leben 65% der tunesischen Bevölkerung, die 90% der industriellen und touristischen Leistung des Landes produzieren. Die Bedrohung eines Teils dieser Küste durch Erosionserscheinungen stellt damit neben der Bedrohung für die Biodiversität auch unmittelbar eine Bedrohung für die im Küstenbereich lebenden Menschen und die wirtschaftlichen Aktivitäten vor Ort dar.

Das Programm umfasst eine Kombination von infrastrukturellen Schutzmaßnahmen - Unterwasserwellenbrecher, Buhnen, Deichbauwerke - und "weichen" baulichen Stabilisierungsmaßnahmen - Dünenstabilisierung, Sandauffüllung von Stränden - für den Erosionsschutz an besonders gefährdeten Küstenabschnitten des Landes.
In der ersten Phase des Programms werden diese Küstenschutzmaßnahmen auf der Insel Kerkennah und in RafRaf umgesetzt. An weiteren fünf Standorten werden Dünenstabilisierungen vorgenommen. Die zweite Phase des Küstenschutzprogramms weitet die Schutzmaßnahmen auf die Standorte an den Küstenabschnitten Sousse Nord sowie zwischen Radès und Soliman in der Bucht von Tunis aus.

Land / Region / Institution Tunesien
Nummer 31391
Schwerpunkt Umwelt und Klima
Sektor 41050 - (alt) Hochwasserschutz
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 7,9 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner AGENCE DE PROTECTION ET D'AMÉNAGEMENT DU LITTORAL
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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