Irak - "UNDP Irak - Building Resilience through Employment Promotion"

Ziel der SI-Maßnahme ist es, über die Schaffung von kurz-, mittel und langfristigen Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten, die Einkommenssicherheit sowie die sozio-ökonomische Inklusion von Binnenvertriebenen, RückkehrerInnen und der aufnehmenden Bevölkerung in den Zielgebieten zu verbessern. Zur direkten Zielgruppe gehören von den Folgen des Konflikts sowie der ökonomischen Krise betroffene RückkehrerInnen, Binnenflüchtlinge sowie die lokale Bevölkerung. Die Bedürfnisse von besonders vulnerablen Zielgruppen, wie frauengeführte Haushalte und Menschen mit Behinderungen sowie von Jugendlichen werden berücksichtigt.

Wesentliche Maßnahmen umfassen Aktivitäten zur Schaffung von kurz-, mittel- und langfristigen Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten sowie zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für den (Wieder-) Aufbau einer Lebensgrundlage für RückkehrerInnen, Binnenflüchtlinge sowie die lokale Bevölkerung. Umgesetzt werden Cash for Work (CfW) Maßnahmen, Zuschüsse (Cash Grants) für frauengeführte Haushalte sowie die Schaffung von kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten durch die Rehabilitierung von Wohngebäuden zur Abmilderung der ökonomischen Folgen im Zuge der COVID-19 Pandemie. Weiterhin werden Aktivitäten zur Schaffung von kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten über die Rehabilitierung landwirtschaftlicher Infrastruktur umgesetzt und der Wiederaufbau der Landwirtschaft mit der Bereitstellung von Trainings, Produktionsmitteln oder Grants unterstützt. Zur Unterstützung des Privatsektors erhalten Kleinst-, Klein- und mittelgroßen Unternehmen (KKMU) Zuschüsse, Trainings und Mentoring. Zur Verbesserung des Arbeitskräfteangebots werden berufliche Trainings in relevanten Sektoren angeboten. Über die Rehabilitierung von Geschäftsflächen werden temporäre Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde der Umwelt- und Sozialkategorie B (moderate Risiken) zugeordnet. Im Rahmen der Konzeptionierung des Vorhabens als offenes Programm können potenziell geringe-moderate negative Auswirkungen und Risiken auf Arbeiter, Ökosystem und Anwohner bei den vorgesehenen Maßnahmenpaketen auftreten. Mögliche Risiken umfassen die Bereiche Arbeitssicherheit, technischer Umweltschutz, sexualisierte Gewalt (Gender-based Violence) und Explosions-/Brandgefahren im Zusammenhang mit Kampfmittelrückständen und Fundmunition (UXO, IED). Hinzukommen mögliche Risiken, die sich aus machtpolitischen Asymmetrien in lokalen Entscheidungsprozessen und der Begünstigung einflussreicher Akteure "Elite Capture" im Zusammenhang der Auswahl von Projektmaßnahmen ergeben und zu sozialen Spannungen und intrakommunalen Konflikten führen können. Die Risiken sind mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- bzw. bewältigbar. Für das Projekt erfolgt die Risikomitigation über die Erstellung und Anwendung eines sogenannten Environmental and Social Management Framework (ESMF) zur Identifikation, Bewertung und Bewältigung von Umwelt- und Sozialrisiken sowie standortspezifischer Umwelt und Sozialmanagementplänen (ESMPs) für alle Bauvorhaben oder Environmental and Social Code of Practices (ESCOPs) für kleinteilige Arbeitsmaßnahmen. Letztere umfassen standortspezifische Vorgaben für Bürgerbeteiligung und Beschwerdemöglichkeiten und sind fester Bestandteil bei der Vergabe von Bauaufträgen. Zudem wird im Rahmen des Vorhabens sichergestellt, dass die Auswahl bzw. Vergabe von Projektmaßnahmen im Zuge eines inklusiven, partizipativen und transparenten Entscheidungsprozesses erfolgt, um so Verteilungs- und Verfahrensgerechtigkeit im Vergabeprozess zu gewährleisten und marginalisierte Gruppen nicht von den Fördermaßnahmen auszuschließen. Dies umfasst auch Beschwerdemöglichkeiten, die direkt an UNDP adressiert und dort gelöst werden können.

Land / Region / Institution Irak
Nummer 45072
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 16020 - Beschäftigungsmöglichkeiten
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 30 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNDP EURO CONTRIBUT. ACCOUNT
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

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