Integriertes Bildungs- und Kinderschutzprojekt im Ostsudan
Die Folgephase des Vorhabens Integrierte Bildung und Kinderschutz im Ostsudan hat das gleiche Projektziel wie das Ursprungsvorhaben: den Zugang zu integrierten Basisdienstleistungen wie Bildung, WASH und Kinderschutz für besonders gefährdete Kinder und Jugendliche zu verbessern. In der Projektregion haben sich die Kernprobleme der extremen Armut und der unzureichenden Versorgung mit Basisinfrastruktur und -dienstleistungen durch die anhaltenden Kampfhandlungen und die daraus resultierende Binnenvertreibung verschärft. Durch die Versorgung der Binnenflüchtlinge sind vor allem die aufnehmenden Gemeinden in den Bereichen Bildung, Kinderschutz sowie Wasser- und Sanitärversorgung zusätzlich belastet. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt 20.600.000 Euro für zwei Jahre zur Verfügung, um unter anderem E-Learning-Konzepte, psychosoziale Erstversorgung von Kindern und Jugendlichen sowie die Bereitstellung von Trinkwasser- und Sanitärversorgung in 85 sogenannten "Makannas" zu unterstützen. Das Projektstandortkonzept der "Makannas" beinhaltet integrierte Maßnahmenpakete, die in Schulen und IDP-Camps umgesetzt werden. Aufgrund seiner Flexibilität und Anpassungsfähigkeit eignet es sich besonders für volatile und fragile Kontexte wie dem Ostsudan. Das Projekt erreicht bis zu 220.000 Begünstigte, darunter Kinder, Jugendliche und ihre Familien, in ausgewählten Distrikten der beiden Bundesstaaten Northern State und River Nile. Das Einsatzgebiet des Projekts ist wie beim Ursprungsprojekt der Ostsudan, jedoch mit einer Ausweitung auf die Aufnahmeregionen für Binnenvertriebene im Norden/Nordosten.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Ziel des Vorhabens ist es, besonders vulnerablen Kindern und Jugendlichen einen verbesserten Zugang zu integrierten Grunddienstleistungen wie Bildung, WASH und Kinderschutz bereitzustellen. Bis zu 220.000 Begünstigten (Kindern, Jugendlichen und deren Familien) sollen von Maßnahmen zur verbesserten Bildung (z.B. Lernmaterialein, Einrichtung von "clubs"), Kinderschutzmaßnahmen (psychosoziale Versorgung etc.), WASH (Bereitstellung von Trinkwasser durch Rehabilitierung bestehender Infrastruktur, Handwaschfazilitäten etc.) sowie Maßnahmen zur Stärkung sozialer Kohäsion (Einrichtung von Gemeindekommitees etc.) profitieren. Als Schauplatz von Gewaltkonflikten besteht in der Projektregion ein grundsätzliches Risiko im Zusammenhang mit UXO. Die Umwelt- und Sozialrisiken und zu erwartenden Auswirkungen des Vorhabens sind überwiegend moderat, temporär und auf den Projektstandort begrenzt und mit Standardmaßnahmen und guter fachlicher Praxis zu adressieren (Kategorie B). Zu diesen Maßnahmen, deren Durchführung dem Träger obliegt, gehört auch die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus. Im weiteren Vorbereitungs- und Umsetzungsprozess durch UNICEF werden für alle Projektstandorte darüber hinaus weitere Screenings nach den Vorgaben der KfW/UNICEF SOPs, inkl. UXO-Protokollen, durchgeführt.
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