Integrierte Sozialdienste für konfliktbetroffene Kinder und ihre Familien in der West- und Zentralukraine (UNICEF)
Die fortdauernden russischen Angriffe insbesondere auf Wohngebiete, die zivile Infrastruktur und Einrichtungen der Daseinsvorsorge gefährden weiterhin das Wohlergehen, die Sicherheit und den Zugang der Bevölkerung zu Sozialdienstleistungen. Hiervon sind insbesondere Kinder, Jugendliche und deren Familien nachhaltig betroffen.
Mit Blick auf Kinder und deren Familien leistet das Vorhaben einen expliziten Beitrag zur Stärkung lokaler Systeme (insbesondere auf homrada-Ebene), um über die verbesserte Bereitstellung von Sozialdienstleistungen den vielfältigen Bedarfen konfliktbetroffener Kinder und ihrer Familien zu begegnen, ihre Resilienz zu stärken und damit aktiv zum Wiederaufbau der Ukraine beizutragen. Mit seinem gezielt dezentralen Ansatz ist das Vorhaben zielgruppennah, verbessert die unmittelbare Versorgung bedürftiger Bevölkerungsgruppen und trägt gleichzeitig zum Kapazitätsaufbau der für diese Versorgung zuständigen Behörden und Einrichtungen bei. Die Notwendigkeit, das Thema psychosoziale Betreuung von Kindern, Jugendlichen, ihren Familien, Lehrern und Lehrerinnen sowie von Betreuer und Betreuerinnen verstärkt in Sozialdienstleistungen zu integrieren, ist der Kriegssituation und ihren Folgen geschuldet und wird absehbar über die kommenden Jahre notwendig bleiben.
Das Vorhaben nimmt direkten Bezug zu den Bestandsaufnahmen bezüglich Zerstörung und Unterstützungsbedarf der jeweils aktuellen Versionen des 'Rapid Damage and Needs Assessment' (RDNA) und trägt zur Umsetzung des 'National Recovery Plan' (NRP) bei.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie (2022) in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft und kann potenziell negative Auswirkungen auf Umwelt- und soziale Belange haben, die in der Regel reversibel und lokal begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können. Typische potenzielle Umwelt- und Sozialauswirkungen, die während der Bauvorbereitung- und Bauphase des Vorhabens zu erwarten sind, betreffen z.B. die Staubbildung, Lärmentwicklung, Verschlechterung der Luft- und Wasserqualität sowie Umweltverschmutzung und Anfall von gefährlichen und nicht-gefährlichen Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Gemeinde, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Aufgrund der laufenden Kriegseinsätze können an einigen Projektstandorten Risiken im Zusammenhang mit nicht explodierten Kampfmitteln und Kriegsresten, die sich auf die Sicherheit der Arbeiter und der Bevölkerung auswirken könnten, nicht ausgeschlossen werden. Grunderwerb sowie physische oder wirtschaftliche Umsiedlung und Verlust von Lebensgrundlagen sind nicht zu erwarten. Obwohl diese Auswirkungen lokal beschränkt und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe eines projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans (Environmental and Social Management Plan, ESMP) umgesetzt und überwacht. Dies beinhaltet über die Minderungsmaßnahmen während der Bauarbeiten hinaus auch die Einbeziehung von Interessengruppen und die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Vorhaben betroffene oder interessierte Menschen sowie Maßnahmen für das Management und die endgültige Entsorgung von gefährlichen Abfällen. Sollten Risiken durch nicht explodierte Kampfmittel festgestellt werden, so werden Maßnahmen für eine angemessene Untersuchung und Räumung des Geländes ergriffen. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen während des Baus liegt beim Projektträger und dem/den Bauunternehmen.
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