Integrationsperspektiven für Migrantinnen und Unterstützung von Aufnahmegemeinden (OPORTUNIDADES)
Ecuador gehört zu den lateinamerikanischen Ländern, die eine Großzahl der Migrantinnen und Migranten aus Venezuela aufgenommen haben. Gleichzeitig verlassen viele Ecuadorianer - angesichts mangelnder wirtschaftlicher Chancen und einer angespannten Sicherheitslage - das Land. Viele Gemeinden in Ecuador stehen daher vor der Herausforderung, adäquate Maßnahmen zur Unterstützung von Migrantinnen und Migranten sowie der ansässigen Bevölkerung anzubieten, um ihnen wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen und zur sozialen Kohäsion beizutragen.
Das Vorhaben OPORTUNIDADES zielt darauf ab, die wirtschaftliche und soziale Inklusion von Migranten und der ansässigen Bevölkerung in ausgewählten Aufnahmegemeinden in Ecuador zu verbessern. Zielgruppe sind Migranten und Geflüchtete, Rückkehrer und die Bevölkerung der Aufnahmegemeinden, insbesondere Personen, die gefährdet sind, eine risikoreiche Auswanderung zu unternehmen. Der Hauptfokus liegt dabei auf Frauen und Jugendlichen.
Das Vorhaben finanziert den Um- oder Neubau von Infrastrukturen als sichere Räume, was sowohl Gemeindezentren als auch Schutzräume umfasst. Im Rahmen des Enterprise Development Fund (EDF) der Internationalen Organisation für Migration (IOM) werden kleine und mittelständische Unternehmen finanziell und technisch dabei unterstützt, zu expandieren und Arbeitsplätze für die Zielgruppen zu schaffen. Weiter werden duale Ausbildungsgänge unterstützt und Entrepreneurships gefördert. Im Rahmen der Infrastrukturen werden außerdem Aktivitäten zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts in den Gemeinden finanziert.
Das Vizeministerium für Menschliche Mobilität des ecuadorianischen Außenministeriums fungiert als politischer Träger des Vorhabens. Projektträger ist IOM. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 25 Mio. EUR und werden als Zuschuss bereitgestellt.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
- Das Vorhaben wird in die U&S Risikokategorie B eingestuft, da nur sehr geringe Umwelt- und Sozialauswirkungen zu erwarten sind, und der Träger über Kapazitäten und Erfahrung verfügt, geeignete Instrumente und Risikominderungsmaßnahmen umzusetzen. - Wesentliche U&S-Risiken umfassen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für die Arbeitenden an den Infrastrukturprojekten und Anwohner sowie unzureichende Arbeitsbedingungen in den geförderten KMU und bezügl. der Sicherheit und Gesundheit des Projektpersonals. - Minderungsmaßnahmen sind im Environmental and Social Commitment Plan (ESCP) ausgeführt und werden im Environmental and Social Management Framework (ESMF) detailliert beschrieben mit klaren Verantwortlichkeiten für die beteiligten Institutionen. - Aufgrund des partizipativen Ansatzes des Projektes ist die Durchführung von Beteiligungsprozessen umfassend vorgesehen und wird im Rahmenplan für die Beteiligung der Interessengruppen festgelegt, der Teil des ESMF ist. Dieser umfasst auch die Umsetzung des Beschwerdemechanismus, der auf bestehenden Kanälen basiert.
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