InsuResilience Solutions Fund (ISF) VI

Die FZ-Maßnahme hat das Ziel, das Angebot an Klimarisikoversicherungen in Entwicklungs- & Schwellenländern zu verbessern und damit die finanziellen Kapazitäten dieser Länder im Hinblick auf den Klimawandel zu erhöhen. Klimarisikoversicherungen helfen Folgekosten von Extremwetterereignissen und damit einhergehende finanzielle und teils existentielle Risiken für arme und vulnerable Betroffene in Entwicklungs- & Schwellenländern zu mindern. Hierfür soll im Rahmen der FZ-Maßnahme die holistische Förderung innovativer Klimarisikofinanzierungsansätze (inkl. Anknüpfung innovativer Konzepte an das bilaterale Portfolio der dt. FZ) über ein Vier-Säulen-Modell erfolgen. Phase VI wird um eine IV. Säule für Prämiensubvention sowie eine neue Komponente zu Risk Modeling Alliance (GRMA) unter Säule I erweitert. Der Implementierungszeitraum wird bis 2028 verlängert.
Die geförderten Projekte sollen der direkten und indirekten Absicherung der armen und vulnerablen Bevölkerung in Entwicklungs- & Schwellenländern gegen Extremwetterrisiken dienen. Damit wird ein Beitrag zur Zielerreichung der InsuResilience Global Partnership geleistet sowie aktiv in dem unter dem Globalen Schutzschirm zur Abfederung von Klimarisiken geplanten Koordinationsmechanismus mitgewirkt.
Die frühe Einbindung des (internationalen) privaten Versicherungs- & Rückversicherungssektors sowie der Zivilgesellschaft ist für die Entwicklung bedarfsgerechter und finanziell nachhaltiger Klimarisikoversicherungsprodukte essentiell und daher ein Kernelement der vorgeschlagenen Maßnahme. Außerdem ist eine enge Verknüpfung zur angewandten Forschung und Ausbildung unbedingt erforderlich, um die in der Praxis gewonnen Ergebnisse zu verstetigen und künftige Fachkräfte in den Partnerländern auszubilden. Mit dem aus der praxisnahen Forschung und den Projekterfahrungen ermöglichten Aus- & Weiterbildungsangebot im Bereich Klimarisikoversicherungen in den Partnerländern wird auch die Sichtbarkeit der deutschen Initiative erhöht.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben zur Klimarisikoversicherung in Zusammenarbeit mit ISF - Frankfurt School wurde in seiner Konzeptionsphase nach den KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinien als C-Kategorie eingestuft und in der weiteren Umsetzung in die B-Kategorie eingeordnet. Das Projekt hat bereits über fünf Jahre Erfahrung in der Umsetzung gesammelt, verfügt über ein starkes Governance- und technisches Auswahlgremium und orientiert sich an bestimmten Prämissen, wie zum Beispiel: Es unterstützt die Entwicklung einer Versicherungslösung, die auf das spezifische Projekt zugeschnitten ist. Die Endbegünstigten der subventionierten Produkte sind gemäß der InsuResilience-Initiative und den Pro-Poor-Prinzipien der InsuResilience Global Partnership definiert. Die Antragsteller müssen einen Auszahlungsmechanismus vorweisen, der in erster Linie der Zielgruppe der armen und vulnerablen Menschen zugutekommt. Die Antragsunterlagen erfordern eine Nachhaltigkeitsstrategie, eine Exit-Strategie sowie einen Risiko- und Minderungsplan. Hierbei werden die erwarteten Risiken im Zusammenhang mit der Verteilung von Prämienunterstützung und deren Minderung behandelt. ISF als Implementierer ist verantwortlich für die Überwachung der Umsetzung der Projekte und für die Einreichung von Berichten an die KfW. In diesem Zusammenhang wird auch die Anwendung eines Beschwerdemechanismus, der von der Institutionsebene bis zur Ebene der Begünstigten reicht, als erforderlich angesehen.

Land / Region / Institution Alle Entwicklungsländer
Nummer 51742
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 24030 - Finanzintermediäre des formellen Sektors
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 35 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner FRANKFURT SCHOOL OF FINANCE & MANAGEMENT GGMBH
Zuständige Abteilung Lateinamerika und Karibik

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