ILO Jordanien, Beschäftigungsintensives Investitionsprogramm, Phase VI (EIIP VI)
Nach mehr als einem Jahrzehnt führt der Syrien-Konflikt weiterhin zu Gewalt, Instabilität und der Vertreibung von Menschen. Die COVID-19-Pandemie und die in jüngster Zeit globalen Auswirkungen des Ukraine-Krieges haben die Situation weiter verschärft, mit tiefgreifenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die allgemeine Stabilität in der gesamten Region.
Ziel des Vorhabens ist die Schaffung von kurzfristigen Beschäftigungsmöglichkeiten für syrische Flüchtlinge und vulnerable Jordanierinnen und Jordanier in aufnehmenden Gemeinden. Gleichzeitig sollen damit nachhaltige Wirkungen in den Sektoren Forst und Gemeindeinfrastruktur erreicht werden (Outcome 1). Ergänzend dazu zielt das Vorhaben darauf ab, die Perspektiven für längerfristige Beschäftigung und Einkommen der Ziel-gruppe zu verbessern (Outcome 2). Zielregion sind die sechs nördlichen und zentralen Gouverno-rate Irbid, Mafraq, Jerash, Ajloun, Zarqa and Amman.
Die wesentlichen Maßnahmen umfassen die Schaffung von rund 2.500 kurzfristigen Beschäftigungen zur Unterstützung des nationalen Aufforstungsprojektes sowie zur Verbesserung öffentlicher Infrastruktur in auf-nehmenden Gemeinden. Im Rahmen des nationalen Aufforstungsprogramms umfassen die Maßnahmen Landschaftsgestaltung, Wasserschutz, Terrassierung, Anzucht von Setzlingen, Pflanzungen sowie Schutz von Jungpflanzungen. In den aufnehmenden Gemeinden werden einfache Infrastrukturmaßnahmen durchgeführt, wie Gebäudesanierung, Spielplätze, Wegebau, Marktplätze, Verschönerungsmaßnahmen und Ähnliches. Außerdem werden für rund 1.160 syrische Flüchtlinge und vulnerable Jordanierinnen und Jordanier marktorientierte Weiterbildungen angeboten bzw. die Etablierung von Kleinunternehmen gefördert. Dazu nutzt die ILO bestehende Netzwerke mit dem Privatsektor, um die Angebote nachfragegerecht zu gestalten.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wird aufgrund der geplanten kleinen Infrastrukturmaßnahmen in die USVP-Kategorie B eingestuft. Es bestehen überschaubare, potenziell geringe negative Auswirkungen oder Risiken, die in der Regel auf den Standort des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen minderbar sowie zeitlich begrenzt sind. Bezüglich Prüfung und Monitoring von Umwelt- und Sozialverträglichkeitsrisiken kommen die einschlägigen ILO-Regularien zur Anwendung. In Phase VI wird ein "Environmental and Social Committment Plan (ESCP)" zur Anwendung kommen, welcher die geltenden USV Standards der KfW (bzw. die ESS der Weltbank) operationalisiert. ILO wird die die Umsetzung überwachen und durchsetzen. Darüber hinaus wird im Rahmen des Vorhabens sichergestellt, dass die Auswahl bzw. Vergabe von Projektmaßnahmen durch einen inklusiven, partizipativen und transparenten Entscheidungsprozess erfolgt. Die relevanten Stakeholder werden miteingebunden. Der bereits etablierte Beschwerdemechanismus der vorherigen Phasen wird fortgeführt werden.
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