Grenzüberschreitendes Biosphärenreservat WAP-Region
Kernproblem:
Die einzigartige, schützenswerte Biodiversität im burkinischen Teil des WAP-Komplexes (Parks W, Arly und Pendjari) ist durch einen hohen Nutzungsdruck auf die natürlichen Ressourcen Boden (für die Landwirtschaft), Wasser (als Viehtränke), Flora (illegaler Holzeinschlag, Weidegründe) und Fauna (Wilderei und Fischerei) sowie die sich stetig verschlechternde Sicherheitslage gefährdet. Nur ein funktionierendes Schutzgebietsmanagement kann den langfristigen Erhalt der biologischen Vielfalt sicherstellen. Die Parkverwaltungen sind jedoch chronisch unterfinanziert und in Ermangelung ausreichender Finanzierungsquellen nicht in der Lage auf die aktuellen Herausforderungen angemessen zu reagieren.
Modulziel:
Die FSOA ermöglicht durch eine regelmäßige, langfristige Finanzierung die effiziente Verwaltung und die Sicherung des Fortbestands der Schutzgebiete des in Burkina Faso gelegenen Teils des grenzüberschreitenden WAP Nationalparkkomplexes.
Wesentliche Outputs:
- Die Finanzlage der burkinischen Schutzgebiete des WAP-Komplexes hat sich verbessert.
- Die Konfliktpräventions- und Konfliktlösungsbedingungen in den Schutzgebieten haben sich verbessert.
- Die Infrastrukturbedingungen für ein effizientes Schutzgebietsmanagement haben sich verbessert.
- Die Personalbedingungen für ein effizientes Schutzgebietsmanagement haben sich verbessert.
Zielgruppe:
Betroffene des Vorhabens sind die Parkverwaltungen und ihre Mitarbeiter sowie die Anrainerbevölkerung der Schutzgebiete.
Beitrag zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030:
Das Modul leistet einen Beitrag zur Erreichung des 15. Ziels für nachhaltige Entwicklung ("Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen".
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde in die USVP Kategorie FI/B+ eingestuft. Aus USVP-Sicht wird zwischen zwei Hauptaktivitäten unterschieden: (i) der Anlage und Verwaltung des Kapitals und (ii) der jährlichen Bewilligung, Auszahlung und dem Monitoring von Betriebskostenzuschüssen an die burkinischen Nationalparks. Zu (i): Die Kapitalanlage hat aus USV-Sicht ein geringes Risiko, da die FSOA ihre Investitionsstrategie an umwelt- und sozialverträglichen Kriterien ausrichtet. Allerdings erfüllt noch nicht der gesamte Kapitalstock anspruchsvolle Umwelt- und Sozialkriterien. Es gilt daher, in regelmäßigem Austausch mit der FSOA die Erfüllung dieser Maßgabe nachzuhalten. Zu (ii): Die aus den Kapitalerträgen finanzierten Betriebskosten (Ausgaben zur Parküberwachung, zu Erhalt und Instandsetzung etc.) sind mit potenziellen negativen Umwelt- und Sozialauswirkungen verbunden. Da die Ausprägung dieser Risiken im Projektverlauf variieren kann, ist eine fortlaufende Beobachtung und Begleitung der Risiken in Bezug auf die Environmental and Social Standards der Weltbank erforderlich. Es werden keine Risiken in Bezug auf Biodiversitätsfragen erwartet. Voraussetzung für die erste Auszahlung von Kapitalerträgen durch die KfW ist das Etablieren eines Umwelt- und Sozialmanagementsystems (zur Identifizierung von Umwelt- und Sozialrisiken).
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