Gesundheitssystemstärkung - Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte III

Das FZ-Modul (BMZ-Nr. 2021 68 904) umfasst die dritte Phase des Vorhabens "Gesundheitssystemstärkung - Sexuelle und Reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR) in Togo", welches seit Mai 2018 in der Region Kara umgesetzt wird und mit der zusätzlichen Finanzierung von 22 Mio. Euro auf die Regionen Savanes und Centrale ausgedehnt wird.
Togo ist weiterhin eines der ärmsten Länder weltweit. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) insbesondere im ländlichen Raum ist prekär. Die Müttersterblichkeit lag 2017 bei 366/100.000, die Neugeborenensterblichkeit lag 2023 bei 36/1.000. Bei dieser Problematik setzt das FZ-Vorhaben an.
Durch eine Stärkung des Gesundheitssystems im Bereich SRGR wird ein Beitrag zur Verbesserung der Mütter- und Neugeborenengesundheit geleistet. Ziel des FZ-Vorhabens ist es den Zugang, die Nutzung und die Qualität der Gesundheitsdienstleistungen zu verbessern, sowie die Nachfrage zu steigern. Im FZ-Vorhaben sollen ländliche Gesundheitseinrichtungen und Distriktkrankenhäuser saniert, ausgebaut und mit medizinischem Gerät ausgestattet werden (Komponente 1). Gezielte investitionsbegleitende Fortbildungs- und Kommunikationsmaßnahmen (Komponenten 2 und 3) unterstützen die Qualitätsverbesserung und die Schaffung von Nachfrage. Dabei wird auch das Familienplanungsangebot in den Gemeinden unterstützt und erweitert.
Projektträger ist das togoische Gesundheitsministerium (Ministère de la Santé, de l'Hygiène Publique et de l'Accès Universel aux Soins), welches die Durchführung an die Regionaldirektion delegiert. Zielgruppe der Phase III des Vorhabens ist weiterhin die ländliche und mehrheitlich arme Bevölkerung insbesondere Frauen im gebärfähigen Alter und Neugeborene in den Regionen Centrale und Savanes.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde in die Umwelt- und Sozialkategorie "B" eingeordnet. Gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie ist dies durch die voraussichtlich geringen bis moderaten Umwelt- und Sozialrisiken aus Bau- und Sanierungsarbeiten der Gesundheitseinrichtungen begründet. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase an den jeweiligen Sub-Projekten (Bau- und Ausstattungsaktivitäten an der jeweiligen Gesundheitseinrichtungen) zu erwarten sind, betreffen z.B. Lärmentwicklung und temporäre Verschlechterung der Luftqualität, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, sowie negative Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz und den Arbeitsbedingungen auf Baustellen. Während der Betriebsphase besteht ein Risiko für Menschen und Umwelt, sofern die medizinischen Abfälle und Abwässer der Einrichtungen nicht angemessen entsorgt werden. Obwohl sich die genannten Auswirkungen auf den Bereich des direkten Projektgebietes beschränken und in den meisten Fällen reversibel sind, erfordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Im Zuge der Vorbereitung der Infrastrukturmaßnahmen werden je nach Standortbedingungen und Umfang der geplanten Maßnahmen vereinfachte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen mit Umwelt- und Sozialmanagementplänen (ESMP) durchgeführt und erarbeitet. Für weniger komplexe Infrastrukturen werden auch direkt die entsprechenden Umwelt- und Sozialmanagementpläne erstellt. Der jeweilige ESMP muss geeignete Maßnahmen zur Einbeziehung der Öffentlichkeit und Interessengruppen und einen transparenten, zugänglichen und kulturell angepassten Beschwerdemechanismus umfassen. Er ist obligatorischer Bestandteil des Vertrages zwischen dem Projektträger und den Bauunternehmern. Der Projektträger wird die Einhaltung der Umwelt- und Sozialvorschriften der Bauunternehmer überwachen und die Überwachungsergebnisse sowie ggf. erforderliche Korrekturmaßnahmen in die regelmäßige Berichterstattung an die KfW integrieren.

Land / Region / Institution Togo
Nummer 44666
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 13020 - Förderung reproduktiver Gesundheit
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 28 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTERE DE LA SANTE, DE HYG. PUBLIQUE, DE LA COUVERTURE SAN
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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Transparenz

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