Gemeinsames integriertes Resilienzprogramm WFP-FAO-UNICEF
Der Auftraggeber des Vorhabens ist das BMZ (Übergangshilfe). Das Projekt ist Teil des gemeinsamen EZ-Programms "Frieden und Stabilität", dessen Ziel die "Stärkung der Resilienz gefährdeter Gemeinschaften im Ostkongo" ist. Das Ziel des von WFP, FAO und UNICEF umgesetzten Projekts ist die "Stärkung der soziökonomischen Resilienz von Kleinbauern und gefährdeten Haushalten" und basiert auf den folgenden fünf Säulen:
1) Die Stärkung der Ernährungsproduktion und -produktivität;
2) die Erhöhung und Diversifizierung von Haushaltseinkommen durch Stärkung und Marktanbindung von bäuerlichen Organisationen sowie durch die Förderung von Unternehmertum und finanzieller Inklusion v.a. von Frauen;
3) die Verbesserung des Zugangs zu Basisdienstleistungen wie WASH und Gesundheits-angeboten sowie zur Prävention und Behandlung von Mangelernährung;
4) die Stärkung der sozialen Kohäsion durch eine Analyse von Konfliktdynamiken, den Ausbau von Radioinfrastruktur und die Stärkung gemeindebasierter Strukturen;
5) die Verbesserung des Zugangs zu Familienplanungsangeboten.
Das Vorhaben erzeugt positive Wirkungen auf Einkommen, Produktion und Ernährungssicherheit der unterstützten Haushalte.
Insgesamt profitieren von den Maßnahmen rund 60.000 kleinbäuerliche Haushalte, wobei die erweiterte Zielgruppe 360.000 Menschen umfasst.
Vergleichbare Projektansätze werden in der Demokratischen Republik Kongo aktuell auch von weiteren Gebern, u.a. Schweden und Norwegen, finanziert.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben dient der Förderung des sozialen Zusammenhalts und des Friedens in Nord- und Süd-Kivu durch Stärkung der Ernährungssicherheit und gemeinschaftlicher Existenzgrundlagen und einer Verbesserung des Zugangs zu Basisdienstleistungen. Aufgrund der Vorhabenaktivitäten können lokale, potenzielle moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. Diese Risiken beziehen sich insbesondere auf die Anwohner und Arbeiter beim Bau und Betrieb der geplanten Maßnahmen und die lokale Umwelt im Projektumfeld. Aufgrund dieser Risiken wird das Vorhaben in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie B eingestuft. Der Charakter des Vorhabens macht es erforderlich, auch in der weiteren Umsetzung Umwelt- und Sozialrisiken kontinuierlich zu identifizieren. Diese Risiken können jedoch durch entsprechende Maßnahmen nach dem gegenwärtigen Stand der Technik vermieden und vermindert werden. Mit den Trägern des Vorhabens wurde vereinbart, dass je nach Aktivität und Standort ein vereinfachter Umwelt- und Sozialmanagementplan erstellt werden muss, welcher Risiken und Vermeidungs- und Verminderungsstrategien darlegt. Sollte die Risikoanalyse erhöhte Risiken aufzeigen, wurde vereinbart, dass eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung durch die Träger durchgeführt werden muss. Durch diese Managementpläne und Studien soll erreicht werden, das nationale Vorschriften und internationalen Standards gemäß der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank eingehalten werden und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt und Bevölkerung auf ein akzeptables Niveau reduziert werden. Die KfW wird durch die Träger in regelmäßigen Abständen über die Umsetzung der Umwelt- und Sozialmanagementpläne informiert. Darüber hinaus wurde mit den Trägern die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus vereinbart, ebenso müssen sie die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezKeU
Link kopieren Link kopiert