Gemeindebasiertes Forstmanagement II
Die geplante zweite Phase des Gemeindebasierten Forstmanagement Projekts zielt darauf ab, die strukturellen Ursachen von Wald-Ökosystemzerstörung, Ernährungsunsicherheit, Einschränkung von Einkommensmöglichkeiten und Klimavulnerabilität in ausgewählten ländlichen Gebieten von Laos zu bekämpfen. Durch die Fortführung partizipativer Planungs- und Umsetzungsprozesse sowie Förderung nachhaltiger Nutzungsmethoden in den Projektgebieten sollen bedrohte natürliche Waldökosysteme geschützt und die Auswirkungen auf die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung gemindert werden. Dabei wird sichergestellt, dass die lokale Bevölkerung ihre Bedürfnisse in die Projektkonzepte einbringen kann (Empowerment), bei Nutzungseinschränkungen Ausgleich erfährt (Mitigation) sowie sich als aktiver Partner für den Erhalt der Ökosysteme einsetzt (Ownership) und dafür u.a. Zahlungen für den Erhalt von Ökosystemleistungen engl. Payment for Ecosystem Services PES aus Projektmitteln erhält. Der vorgeschlagene Förderansatz berücksichtigt ökologische und sozioökonomische Aspekte, um das Kernproblem anzugehen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Nach bisherigem Kenntnisstand und basierend auf Erfahrungen in der Phase I existieren Umwelt- und Sozialrisiken in folgenden Bereichen: - Einschränkung bestehender Nutzungsrechte und kulturellen Erbes; - Betroffenheit indigener Gemeinschaften bzw. ethnischer Minderheiten (FPIC); - Arbeitssicherheit und Arbeitsbedingungen; - Technische Umweltschutzaspekte bei kleinteiligen physischen Arbeiten; Aufgrund der hohen Anzahl von potenziell betroffenen Haushalten und der Betroffenheit von indigenen Dorfbewohnern wurde das Projekt ebenso wie die Phase I als B+ kategorisiert. Um den beschriebenen Risiken zu begegnen, wurde in Phase I ein Umwelt- und Sozialrahmenplan (ESMF) entwickelt, der sowohl ein Umwelt-, Sozial-, Gesundheits- und Sicherheitssystem (ESHS) zur Überwachung der Einhaltung der KfW-Normen und -Leitlinien bereitstellt als auch Beteiligungsprozesse regelt (FPIC Guideline, Community Engagement and Planning Framework, CEPF) und einen Beschwerdemechanismus bereitstellt.
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