Gemeindebasierte Resilienzförderung im Norden der Côte d'Ivoire

Das FZ-Vorhaben "Gemeindebasierte Resilienzförderung im Norden der Côte d'Ivoire" zielt darauf ab, die Resilienz der Gemeinden und der Bevölkerung im Norden des Landes durch den Auf- und Ausbau von Basisinfrastruktur (u.a. Wasserstellen, Gesundheitsstationen und Klassenräume) zu stärken, begleitet durch Maßnahmen zur Stärkung der sozialen Kohäsion und zum Kinderschutz.
UNICEF übernimmt die Rolle des Projektträgers - in der Côte d'Ivoire (CIV) ist UNICEF neben dem nationalen Büro auch durch ein Regionalbüro in Korhogo vertreten und verfügt über eine fundierte Struktur im Norden des Landes.
Der Norden der CIV ist geprägt durch erhebliche Defizite in der Bereitstellung sozialer Basisdienstleistungen (Bildung, Gesundheit, Wasser und Abwasser). Das Kernproblem besteht insbesondere aus einem komplexen Zusammenspiel (1) der angespannten Sicherheitslage in der Sahelzone sowie damit verbundenen Flüchtlingsbewegungen, (2) des hohen Anteil Armer, (3) des erschwerten Zugangs zu grundlegenden sozialen Dienstleistungen (eingeschränkter Zugang zu Bildung und unzureichende Wasser-, Ernährungs- und Gesundheitsversorgung), (4) einer schwachen wirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in den Zielregionen Bounkani (Nordosten) und Tchologo (Norden) sowie in vielen Fällen (5) nicht gesicherter Grundrechte von Kindern und Jugendlichen. Diese führen auf Gemeindeebene zu einem geschwächten sozialen Zusammenhalt und einer hohen Anfälligkeit für Krisen. Im Rahmen des Vorhabens soll die Resilienz der Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger des Interventionsgebiets, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und Frauen, gegenüber Krisen gestärkt werden. Es soll u.a. ein zuverlässiger Zugang zu Wasser-, Abwasser- und Hygienediensten, Gesundheitsversorgung, Ernährung und Bildung ermöglicht werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben fördert die der Resilienz der Gemeinden im Norden der Côte d'Ivoire, durch die Finanzierung von Infrastruktur- und Sensibilisierungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen werden in zwei Komponenten durchgeführt: Komponente 1: Stärkung der Gemeindekapazitäten auf regionaler und lokaler Ebene zur Bereitstellung zugänglicher sozialer Dienstleistungen und Basisinfrastruktur, auch in Notsituationen. Komponente 2: Förderung und Sensibilisierung der Gemeinden sowie Stärkung ihrer Eigenverantwortung und ihres Zusammenhalts, damit sie auf Krisensituationen besser reagieren können. Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Für die unter dem Projekt geplanten Komponenten ergeben sich vorrangig baubedingte Umwelt- und Sozialrisiken, z.B. Lärm- und Staubentwicklung, Anfall von Abfällen und der unbeabsichtigten Verunreinigung der Umwelt durch diese sowie mögliche soziale Auswirkungen hinsichtlich der Beschäftigungs- und Arbeitsbedingungen und der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Es sind allenfalls geringfügige Einschränkungen der Landnutzung zu erwarten. Mit der Stärkung der nationalen Sozialdienste durch Datenerhebung und technische Unterstützung sind Risiken in Zusammenhang mit Datenschutz- und Datenverarbeitung sowie eines möglicherweise nicht diskriminierungsfreien Zugangs zu den digitalen Anwendungen verbunden. Insgesamt handelt es sich um moderate Risiken, die i.d.R. vorhersehbar, temporär und umkehrbar, auf den Standort des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeidbar oder minderbar sind. Dies wird durch die Umsetzung und deren Überwachung eines projektspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplans für jede Komponente sichergestellt. und beinhaltet u.a. auch einen Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und andere vom Projekt betroffene Menschen.

Land / Region / Institution Cote d'Ivoire
Nummer 55330
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 14031 - Grundlegende Trinkwasserversorgung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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