Frauenbeschäftigung im privaten Gesundheitssektor II

Das Vorhaben basiert auf dem Konzept des "Social Franchising" für Familienplanungsprodukte und - Dienstleistungen, das bereits erfolgreich (und stark skalierbar) in Pakistan umgesetzt wird. Dabei wird ausgebildeten Hebammen die Möglichkeit gegeben in medizinisch unterversorgten Gegenden (städtische Slums, ländliche Gebiete) eine eigene Gesundheitsstation aufzumachen und kommerziell zu betreiben. Im Rahmen des Vorhabens sollen Stationen bestehend aus 2-3 Räumen gebaut/rehabilitiert und mit medizinischen Geräten und Möbeln ausgestattet werden. Die regelmäßige Versorgung mit Verhütungsmitteln und anderen Verkaufswaren geschieht über das Vertriebsnetz der privaten Träger, die den Unternehmerinnen Grohandelspreise anbieten können. Der Betrieb der Gesundheitsstationen bietet den Frauen profitable Beschäftigung in ihrem lokalen Umfeld, mit Gewinnen, die nach den bisherigen Erfahrungen auch deutlich über den Gehältern liegen, die sie im Rahmen der staatlichen Gesundheitsprogramme erhalten haben. Zudem wird die Versorgung der lokalen Bevölkerung mit Familienplanungsdiensten verbessert. Im Rahmen des Vorhabens soll das bestehende Business Modell unter dem Gesichtspunkt der Beschäftigungsförderung weiter entwickelt und in der Fläche ausgeweitet werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Im Rahmen der FZ-Maßnahme werden weiterhin kleine Gesundheits- und Sozialeinrichtungen in ländlichen Regionen der Provinzen Khyber Pakhtunkhwa und Sindh sowie in informellen Siedlungen Karachis errichtet und von bislang arbeits- und einkommenslosen Gesundheitsdienstleisterinnen betrieben, um deren wirtschaftliche Existenz zu stärken und zugleich den Zugang zu reproduktiver und Basisgesundheit in medizinisch unterversorgten Gebieten zu verbessern. Das Vorhaben wurde gemäß der KfW Nachhaltigkeitsrichtlinie (2024) in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft und kann potenzielle negative Auswirkungen auf Umwelt und soziale Belange haben, die in der Regel lokal begrenzt und reversibel sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik sowie Standardlösungen gemindert werden können. Typische potenzielle Umwelt- und Sozialauswirkungen während der Bauphase betreffen unter anderem Vegetationsräumung, Lärm, Beeinträchtigung der Luft- und Wasserqualität, Umweltverschmutzung sowie Anfall von Bauabfällen; im sozialen Bereich sind insbesondere Gemeinde Gesundheit und Sicherheit (z.?B. durch Baustellen- und Straßenverkehr), Arbeitsschutz, Arbeitssicherheit und Arbeitsbedingungen relevant. Grunderwerb, physische oder wirtschaftliche Umsiedlungen sowie der Verlust von Lebensgrundlagen sind nicht zu erwarten. In der Betriebsphase ist mit dem Anfall medizinischer und/oder infektiöser Abfälle und Abwässer zu rechnen, deren lokal begrenzte und überwiegend reversible Auswirkungen durch Standardansätze und bewährte Verfahren zu mindern sind. Die bereits entwickelten Instrumente "Environmental and Social Management Framework" (ESMF), "Environmental and Social Management Plan" (ESMP) und "Environmental and Social Code of Practice" (ESCOP) werden in die Vertragsbedingungen aufgenommen und umfassen Minderungsmaßnahmen für die Bauphase, die Einbeziehung von Interessengruppen, die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiterinnen und Arbeiter sowie andere betroffene oder interessierte Menschen und Maßnahmen zur Sortierung, Sammlung, zum Transport sowie zum Management und zur endgültigen Entsorgung medizinischer Abfälle. Diese Pläne und Maßnahmen sind durch den Projektträger und die Bauunternehmen umzusetzen, regelmäßig zu überprüfen und zu überwachen; ergänzend sind Schulungen für Klinikbetreibende zu Infektionsschutz und Abfallentsorgung vorgesehen, um einen systematischen Ansatz zur Risikominderung und zur Gewährleistung von Arbeitssicherheit sicherzustellen.

Land / Region / Institution Pakistan
Nummer 47272
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 15170 - Frauenrechtsorg./staatl. Institutionen
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 25 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner GREENSTAR SOCIAL MARKETING PAKISTAN (GUARANTEE) LIMITED
Zuständige Abteilung Asien

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