Fonds für Regionale Stabilisierung und Entwicklung in fragilen Regionen der ECOWAS MS (FZ-Fenster)

Das Ziel des Vorhabens ist es, einen Beitrag zu Stabilisierung durch nachhaltige Entwicklung in der ECOWAS Region zu leisten. Das Vorhaben ist als offenes Programm konzipiert, d.h. Interventionsländer (ECOWAS-Mitgliedsländer) und Einzelmaßnahmen werden erst im Verlauf der Durchführung ausgewählt. Um langfristig orientierte Stabilisierungseffekte vor oder nach neuen Krisen bzw. positiven Veränderungen (z.B. demokratische Transition) zu erzielen, sind vier Programmkomponenten vorgesehen. Die erste Komponente sieht die Förderung des Privatsektors und Schaffung von Arbeitsplätzen, insbesondere für Jugendliche, vor.
Mögliche Aktivitäten umfassen die Erzielung kurzfristiger Beschäftigungseffekte durch arbeitsintensive Bauvorhaben als auch mittel- und langfristige Beschäftigung durch Investitionen entlang ausgewählter Wertschöpfungsketten (insbesondere im Agrarsektor), Schulungen oder die Verbesserung des Marktzugangs. Die zweite Komponente hat die Verbesserung des Zugangs zu Basisdienstleistungen sowie die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit/Resilienz zum Ziel. Es können u.a. der Bau oder Rehabilitierung von wirtschaftlicher und sozialer Basisinfrastruktur finanziert werden. Begleitend zu den ersten beiden Komponenten soll im Rahmen der dritten Komponente gute Regierungsführung sowie sozialer Zusammenhalt gefördert werden. Aktivitäten können z.B. die Stärkung lokaler Governance durch partizipative Gemeindeplanung oder die Stärkung des sozialen Zusammenhalts durch lokale Konfliktlösungsmechanismen oder sozialen Dialog umfassen. Die vierte Komponente sieht eine flankierende Stärkung der regionalen, nationalen und lokalen Umsetzungskapazitäten vor.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie 1 in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Typische Umweltauswirkungen, die während der Bauphase des Projekts zu erwarten sind, betreffen z.B. die Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität, sowie mögliche Auswirkungen auf die biologische Vielfalt wie den Verlust von Vegetationsfläche, Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohner, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. In Einzelfällen ist die temporäre oder dauerhafte wirtschaftliche Umsiedlung als Folge von Landerwerb oder der Beeinträchtigung von gewerblichen Tätigkeiten während der Bauphase nicht auszuschließen. Insgesamt handelt es sich um moderate Risiken, die i.d.R. vorhersehbar, temporär und umkehrbar, auf den Standort des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeidbar oder minderbar sind. Gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie wurde der Träger verpflichtet, einen Rahmenplan für das Umwelt- und Sozialmanagement (Environmental and Social Management Framework; ESMF) zu erstellen und umzusetzen. Der ESMF definiert Prozesse, Verfahren und Verantwortlichkeiten, um Umwelt- und Sozialrisiken adäquat zu managen. Dies beinhaltet auch die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeiter/innen und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen. Des Weiteren wurde eine projektspezifische Ausschlussliste erarbeitet, welche sicherstellt, dass keine Aktivitäten durch das Projekt finanziert werden, welche mit der absichtlichen Schädigung der Umwelt und der Herstellung von oder dem Handel mit Produkten verbunden sind, die nach den Gesetzen oder Vorschriften des Interventionslandes oder internationalen Konventionen und Abkommen als illegal gelten oder internationalen Verboten unterliegen.

Land / Region / Institution Wirtschaftsgemeinschaft westafrikan. Staaten
Nummer 54316
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 15220 - Zivile Friedensentwicklung, Krisenpräv. u. Kon
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 35,25 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner ECONOMIC COMMUNITY OF WEST AFRICAN STATES
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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Transparenz

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