Förderung von Sozialdiensten in der Ukraine

Aufgrund des fortdauernden Kriegs in der Ukraine kann das vorliegende Vorhaben nicht in der ursprünglich geplanten Form weitergeführt werden.
Die verfügbaren Restmittel sollen im Rahmen des bisherigen Verwendungszwecks des Vorhabens verwendet werden, um die Lebensbedingungen von Binnenvertriebenen und aufnehmenden
Gemeinden weiterhin - soweit möglich - zu unterstützen und eine bestmögliche Wirkung im beschriebenen veränderten Kontext entfalten zu können.
Im Sinne der Strukturbildung soll zum einen ein signifikanter Beitrag zur Förderung wichtiger grundlegender sozialer Dienstleistungen in 18 Gemeinden in der Zentral- und Westukraine geleistet werden, um die Resilienz der vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu stärken. Zum anderen sollen Kinder und Jugendliche, als besonders vulnerable Gruppe innerhalb der lokalen Bevölkerung, in ihrer Entwicklung gefördert werden und gleichzeitig als "Promotoren für den sozialen Wandel" (engl. social change agents) in das Projekt miteingebunden werden, um die soziale Kohäsion in den Gemeinden zu stärken. Die Umsetzung wird über das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) erfolgen. UNICEF wird größtenteils Capacity Building Maßnahmen durchführen durch Coachingmaßnahmen der Mitarbeiter lokalen Behörden in Bezug auf die Erbringung von Basisdienstleistungen sowie die Verbesserung der Bildungssituation. Auch die Bereitstellung von qualitativ höherwertigem, weil sichererem Trinkwasser in ausgewählten Gemeinden ist Teil des Projektes.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

"UNICEF: Förderung von Sozialdiensten in der Ostukraine vor dem Hintergrund des COVID-19 Ausbruchs" in der Ukraine als B plausibilisiert Das Programm wurde in die USVP Kategorie B (moderates Risiko) eingestuft. Das Projekt enthält mehrere Komponenten, insbesondere (i) die Sanierung von bestehenden Gebäuden, als auch der Neubau; (ii) die Unterstützung von 16 Gemeinden in der Projektregion durch Capacity Building Maßnahmen und (iii) die Stärkung von Wasserversorgungsunternehmen durch die Rehabilitierung bzw. bessere Ausstattung von Equipment. Die Einstufung in die Kategorie B erfolgt aufgrund der möglichen Risiken der Arbeitssicherheit auf Baustellen (Hochbauarbeiten und Arbeiten an und auf Dächern, Elektroinstallationsarbeiten, Schweißarbeiten, Vorhaltung von Absturzsicherungen, etc.) und angesichts des bei den evtl. abzubrechenden, nicht mehr nutzbaren Vorgängerbauten sowie im Fall zu sanierender Altbauten anzutreffenden asbesthaltigen Altmaterial (Dachdeckung, Rohrleitungen). Nach der endgültigen Auswahl der Standorte sollen im Rahmen eines Umwelt- und Sozialrisiko-Screenings die relevanten Risiken ermittelt werden. Ein Environmental and Social Management Plan (ESMP) ist zu erarbeiten um die entsprechende Risiken, die in allen Phasen des Projekts (Bau, Betrieb und Nachsorge) auftreten könnten, zu adressieren. Der Projektträger ist vertraglich für das Management, die Umsetzung und Einhaltung der festgelegten Maßnahmen des ESMP verantwortlich. Im Rahmen der Durchführung erfolgt das Monitoring der Umsetzung des ESMPs durch UNICEF.

Land / Region / Institution Ukraine
Nummer 48037
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 15220 - Zivile Friedensentwicklung, Krisenpräv. u. Kon
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 10 Mio. EUR
Status abgeschlossen
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Europa und Kaukasus

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