Förderung von Ökokorridoren im Südkaukasus 3
Das Vorhaben zielt darauf ab, die Biodiversität im Südkaukasus durch die Vernetzung von Schutzgebieten zu stärken und gleichzeitig eine nachhaltige Land- und Ressourcennutzung zu fördern, um die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung zu verbessern. Es orientiert sich am "Ecoregional Conservation Plan" für die gesamte Kaukasusregion und schafft die Grundlage für die Vernetzung von Naturschutzgebieten durch sogenannte "Öko-Korridore".
Ein innovativer Ansatz des Vertragsnaturschutzes wird verfolgt, bei dem langfristige Naturschutzverträge mit interessierten Gemeinden auf Basis partizipativ erstellter Landnutzungspläne geschlossen werden. Diese Verträge beinhalten jährliche Zahlungen über bis zu 10 Jahre, um den Nutzungsverzicht in kommunalen Schutzzonen zu kompensieren und nachhaltige Bewirtschaftungsformen für Wald-, Weide- und Agrarflächen zu finanzieren.
Die Einführung umweltgerechter Landnutzungskonzepte fördert die Reduktion der Ressourcenübernutzung und die Vernetzung von Habitaten. Die partizipative Planung ermöglicht es der lokalen Bevölkerung, eigene biodiversitätsfreundliche Entwicklungsstrategien zu entwickeln, wobei vor allem arme Bevölkerungsgruppen profitieren, die stark von natürlichen Ressourcen abhängig sind.
Das Projekt reagiert auf den Verlust von Biodiversität, die Degradierung natürlicher Ressourcen und die Herausforderungen des Klimawandels. Der Schutz von Wald- und Weidegebieten trägt zum Klimaschutz und zur Erhaltung ökosystemarer Dienstleistungen bei. Träger des Projekts ist das WWF Caucasus Programme Office mit Sitz in Georgien und Vertretungen in Armenien und Aserbaidschan.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Durch das Vorhaben werden Schutzgebiete im Südkaukasus (Georgien, Armenien, Aserbaidschan) durch Ökokorridore miteinander vernetzt. Es handelt sich bei dem Vorhaben um die dritte Phase eines seit 2012 aufgesetzten Projektes. Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Kategorie B eingestuft (moderates Risiko). Bei dem Vorhaben ist weder ein Verlust von Lebensgrundlage oder Umsiedlungen zu erwarten noch ein Verlust von Biodiversität, sondern die betroffene Bevölkerung wird durch partizipative Ansätze im gesamten Projektzyklus intensiv beteiligt und trifft Entscheidungen im Rahmen des vom Träger WWF Kaukasus gesteuerten FPA-Ansatzes (FPA= Financial Participatory Approach). Als Restrisiken wurden Nutzungseinschränkungen bei der Etablierung der Ökokorridore identifiziert, sowie kleinere ESHS-Risiken (Environmental, Social, and Health & Safety) bei der Ausführung von kleineren Infrastrukturmaßnahmen identifiziert, die im Rahmen der FPA-Wettbewerbe zuvor durch die Bevölkerung ausgewählt und durch den Träger WWF gesteuert wurden. Diese Risiken können durch sorgfältig durchgeführte Beteilung der gesamten Bevölkerung (FPA-Ansatz mit Ausschluss- bzw. Auswahlkriterien) bzw. durch baustellentypische Schutzmaßnahmen (ESHS-Maßnahmen) minimiert werden. Das Projekt wird zusätzlich einen Stakeholder Engagement Prozess unterstützt, der einen Beschwerdemechanismus enthält.
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