Förderung von KMU zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung - Zuschüsse für Endkreditnehmer (EKN)

Im Mai 2019 hat das Namibische Finanzministerium ein umfassendes Nothilfe- und Konjunkturprogramm angekündigt, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für namibische Wirtschaftsteilnehmer zu mildern. Unter anderem wurde die namibische Entwicklungsbank (DBN - Development Bank of Namibia) damit beauftragt, eine Kreditlinie über 500 Mio. Namibia Dollar (NAD) für KMU im nicht-landwirtschaftlichen Sektor einzurichten.

Die Bundesregierung hat diese Maßnahme durch ein Zinsverbilligtes Darlehen in Höhe von 450 Mio. Südafrikanischer Rand (umgerechnet rund 25 Mio. Euro), Zinszuschuss aus Haushaltsmitteln 2,5 Mio. Euro, (Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung in Namibia, BMZ-Nr.: 2020 68 773) unterstützt.

Die Kreditlinie soll dazu beigetragen, den Zugang zu zinsgünstigen Endkrediten an die Zielgruppe sicherzustellen. Die aus der Kreditlinie ausgelegten Endkredite sollen dazu dienen, Liquiditätsengpässe aufgrund eingebrochener Einkommen zu überbrücken sowie wichtige Investitionen für eine wirtschaftliche Erholung und potenziell einer Neuausrichtung der von Corona wirtschaftlich hart betroffenen Unternehmen zu tätigen.

Da der Mittelabfluss nicht den Erwartungen entspricht und wesentlich langsamer erfolgt als im Modulvorschlag geschätzt wurde, soll ein Zuschuss i.H.v. 2 Mio. Euro an die DBN gewährt werden. Der Zuschuss soll zur Übernahme des Kapitaldienstes der Endkreditnehmer für bis zu ca. 15-18 Monate (in Abhängigkeit der Wechselkursentwicklung des NAD) dienen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Bei der hiesigen Zuschusskomponente handelt es sich um eine Teilkomponente des COVID-19-Darlehensprogramms mit der BMZ-Nummer 2020 68 773 (InPro-Nr. 48376). Bei dem Darlehensprogramm handelt es sich um einen FZ-Entwicklungskredit in Höhe von 25 Mio. EUR an die namibische Entwicklungsbank (Development Bank of Namibia, DBN). Das Programm ist Teil eines umfangreichen Hilfspakets der namibischen Regierung mit einem Volumen von 8,1 Mrd. NAD. Die Mittel sollen zur Abfederung der negativen wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Corona-Krise eingesetzt werden. Da es für viele Unternehmen in Namibia schwerer geworden ist, Kredite aufzunehmen und zu bedienen, soll die Zuschusskomponente zur Senkung der Kapitalkosten beitragen. Das Darlehensprogramm wurde in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie FI/B eingestuft, da das über die DBN zu finanzierende Nothilfe-Programm geringe bis moderate U&S Risiken und Auswirkungen aufweist, welche in der Regel mit Standardmaßnahmen gesteuert und gemindert werden können. Dabei weisen die geplanten Arbeitsmittelkredite an KKMU begrenzte sektorale Risiken und die Investitionskredite potenziell erhöhte Risiken auf, wie z.B. durch den Bau von neuen Produktionsstätten. Die finanzierten Projekte sollen daher risikoadäquat über das Umwelt- und Sozialmanagementsystem der DBN, entsprechend den Vorgaben der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank, gesteuert werden. Bei der vertieften Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung wurden festgestellt, dass DBN über ein robustes System verfügt, welches wenige Lücken zu den Anforderungen der KfW Entwicklungsbank hat. Diese werden über vertragliche Vereinbarungen für die Umsetzung der Kreditlinie sowie durch externe Unterstützung für die Weiterentwicklung des USMS geschlossen. In der Umsetzung der Kreditlinie erfolgt eine mindestens jährliche Berichterstattung an die KfW zu der Entwicklung der Umwelt- und Sozialrisiken von DBN sowie der Endkunden, welche über KfW-Mittel finanziert wurden.

Land / Region / Institution Namibia
Nummer 53140
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 24030 - Finanzintermediäre des formellen Sektors
USV-Kategorie FI/B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 2 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner DEVELOPMENT BANK OF NAMIBIA LIMITED
Zuständige Abteilung Zentrales und südliches Afrika

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