Förderung von agrarökologischen Anbausystemen und Bodenschutz
Kernproblem:
Die Mehrzahl der malischen Kleinbauern praktiziert ressourcendegradierende Bewirtschaftungsmethoden und erfährt dadurch die negativen Auswirkungen des Klimawandels besonders stark. Zusätzliche externe Schocks wie die COVID 19 Pandemie oder der Preisverfall von Exportprodukten an den internationalen Märkten verdeutlichen die Grenzen einseitiger Anbaumethoden und zu geringer Diversifizierung.
Modulziel:
Die Nachhaltigkeit und Resilienz kleinbäuerlicher Landwirtschaft in dem vom Klimawandel besonders betroffenen Regenfeldbau ist durch eine verantwortungsvolle agrarökologische und boden- sowie wasserkonservierende Nutzung der Ressourcen verbessert.
Wesentliche Outputs:
Eine Strategie zur integrierten Förderung von agrarökologischen Ansätzen und boden- sowie wasserkonservierenden (BWK) Maßnahmen; verschiedene angepasste Formen des Wissenstransfers; lokale Versorgung mit Saatgut, Bioinputs sowie landwirtschaftlichem Equipment; Realisierung investiver Maßnahmen für Erosionsschutz und für andere agrarökologische Maßnahmen, damit sich die landwirtschaftliche Produktion verstärkt an agrarökologischen Praktiken orientiert.
Zielgruppe:
Zielgruppe sind ca. 1200 kleinbäuerliche Familienbetriebe sowie KKMU in den Regionen Kayes, Koulikoro, Sikasso. Frauen und Jugendliche sollen dabei besonders gefördert werden. Insgesamt werden anfangs ca. 20.000 Personen direkt von den Maßnahmen profitieren - weitere kommen bei gutem Verlauf hinzu.
Beitrag zur nationalen Umsetzung der Agenda 2030:
Das Vorhaben leistet einen essenziellen Beitrag zu SDG 2 (Kein Hunger) und SDG 1 (Keine Armut) der Agenda 2030. Außerdem wird durch den Fokus auf strukturell benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu SDG 5 (Geschlechtergleichheit) und SDG 10 (Weniger Ungleichheiten) beigetragen. Der agrarökologische Ansatz adressiert zudem SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum und Produktion), SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz) und SDG 15 (Leben an Land).
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. So bestehen gewisse Umweltrisiken bei der Lagerung von biologischem Dünger (Gewässerbelastung) sowie bei der Einführung von Bewässerungsbrunnen im Gemüseanbau (nicht nachhaltige Wasserentnahmen). Arbeitssicherheitsrisiken können beim Bau und Betrieb der geplanten Klein-Infrastruktur sowie bei der Durchführung der Bodenschutzmaßnahmen auftreten. Schließlich ist darauf zu achten, dass es bei der Auswahl der begünstigten Dörfer und Betriebe nicht zu einer einseitigen Bevorzugung bestimmten Bevölkerungsgruppen kommt und besonders vulnerable Gruppen angemessen berücksichtigt werden. Um diese Risiken zu minimieren, wird ein Umweltrahmenplan erstellt, der sowohl nationale als auch die Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank berücksichtigt. Er wird auch eine Beschreibung des geplanten Beteiligungsprozesses sowie des Beschwerdemechanismus für Bevölkerung und Arbeiter und einen allgemeinen Umwelt- und Sozialmanagementplan, der für die einzelnen Projektstandorte spezifisch angepasst wird, enthalten. Diese Umwelt- und Sozialmanagementpläne, für deren Umsetzung die Nationale Landwirtschaftsdirektion zuständig ist, enthalten dann spezifische geeignete Minderungs-, Überwachungs- und institutionelle Maßnahmen, um nachteilige Umwelt- und Sozialauswirkungen während der gesamten Programmlaufzeit auf ein akzeptables Maß zu begrenzen und eventuell nicht vermeidbare Auswirkungen zu kompensieren. Im Rahmen der Projektvorbereitung und -umsetzung werden die Betroffenen informiert, angehört und beteiligt. Die entsprechenden Betroffenengruppen und die geplante Form der Beteiligung jeder Gruppe werden in einem Stakeholder Engagement Plan (SEP) festgehalten. Außerdem wird der Träger dazu verpflichtet, einen transparenten, zugänglichen und kulturell angepassten Beschwerdemechanismus für Arbeiter und andere vom Programm betroffene Personen (z.B. Anlieger) einzurichten.
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