Förderung sozialer und kommunaler Infrastruktur III
Ziel des Vorhabens "Förderung sozialer und kommunaler Infrastruktur III" ist die nachhaltige Nutzung verbesserter kommunaler Dienstleistungen sowie eine effizientere Energienutzung für bzw. durch die Bevölkerung der Stadt Cahul sowie der anliegenden Gemeinde Crihana Veche im Süden Moldaus. Dies wird durch Investitionen in die Wasser- und Abwasserinfrastruktur erreicht. Durch die Implementierung einer modernen Wasserentnahme mit neuer energieeffizienter Pumpstation und Wasseraufbereitung wird eine qualitativ hochwertige und ausreichende quantitative Wasserversorgung für den gesamten Rayon langfristig sichergestellt. Durch den Anschluss der eigenständigen Gemeinde Crihana Veche an das Abwassernetz des Stadt Cahul werden die lokalen Lebensbedingungen darüber hinaus deutlich aufgewertet. Somit profitiert die ländliche Infrastruktur ebenso wie das stetig wachsende Stadtgebiet.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingestuft und könnte potenzielle negative Auswirkungen und Risiken in Bezug auf Umwelt und soziale Belange mit sich bringen, die in der Regel reversibel und lokal begrenzt sind und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen gemindert werden können. Eine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (Environmental and Social Impact Assessment - ESIA), einschließlich eines Umwelt- und Sozialmanagementplans (Environmental and Social Management Plan - ESMP), wurde während der Durchführbarkeitsphase unter Berücksichtigung der internationalen Standards durchgeführt. Typische potenzielle Umwelt- und Sozialauswirkungen, die während der Bauphase des Vorhabens zu erwarten sind, betreffen z.B. die Lärmentwicklung und Verschlechterung der Luftqualität (z. B. Staubentwicklung, Emission von Verbrennungsgasen und Feinstaub), Umweltverschmutzungen und Anfall von Abfällen, sowie die Verschmutzung von Wasserressourcen, Schmierstoffen und Sanitärabwässern, erhöhter Druck auf die Wasserverfügbarkeit und -qualität, Auswirkungen auf die Bodenbeschaffenheit, potenzieller Austritt von Kraftstoffen und Ölen und Verringerung der Vegetationsdecke sowie Auswirkungen auf die Bevölkerung durch potenzielle Industrieunfälle und wahrscheinliche vorübergehende Unterbrechungen von Dienstleistungen usw. Die Studie hat ergeben, dass einige der Projektkomponenten in der Pufferzone des Ramsar-Gebietes und Lower Prut Biosphere Reserve liegen, was eine detailliertere Analyse erfordert, um die Nachhaltigkeitsaspekte sowohl für die langfristige Wasserversorgung als auch für das Schutzgebiet zu gewährleisten. Soziale Auswirkungen umfassen typischerweise die Gesundheit und Sicherheit der Anwohnenden, Auswirkungen im Zusammenhang mit Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie Arbeitsbedingungen. Grundsätzlich wird für das Projekt nur ein geringer Bedarf an neuen Flächen erwartet, da es sich bei den Maßnahmen meist um die Sanierung bestehender Anlagen oder den geplanten Ausbau bestehender Infrastruktur handelt. Die PEA wird mit Unterstützung der IC sicherstellen, dass der Erwerbsprozess den U&S-Anforderungen entspricht und gründlich dokumentiert wird, und alle potenziellen wirtschaftlichen Verdrängungen werden durch eine partizipative Rahmenplanung berücksichtigt. Obwohl diese Auswirkungen lokal beschränkt und in den meisten Fällen reversibel sind, er-fordern sie eine Minderung auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren. Diese werden mit Hilfe standortspezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplänen (Environmental and Social Management Plan - ESMP) umgesetzt und überwacht. Diese bein-halten über die Minderungsmaßnahmen während der Bauarbeiten hinaus auch die Einbeziehung von Interessengruppen und die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Arbeitskräfte und andere vom Projekt betroffene oder interessierte Menschen sowie Maßnahmen für das ordnungsgemäße Management asbest-haltiger und anderer gefährlicher Materialien. Die Stadtverwaltung Cahul, der Regionalentwicklungsagentur Süd (Development Agency South - RDA South) und der Wasserversorger Apa Canal Cahul (ACC) bilden gemeinsam die Arbeitsgruppe des Projektträgers ("PEA working group"). Die Stadtverwaltung Cahul ist der Projektträger I (Project Executing Agency - PEA I). Der RDA South wird als PEA II bei dem Projekt eine unterstützende und koordinierende Rolle spielen, insbesondere in Bezug auf die Regionalisierung nach Crihana Veche. ACC wird eng in die Projektdurchführung eingebunden sein. ACC wird für den Betrieb der neuen Infrastruktur verantwortlich sein und ab der Planungs- und Bauphase die Verantwortung für die neue Infrastruktur übernehmen. Die Verantwortung für die Umsetzung dieser Maßnahmen während der Durchführung liegt bei der Arbeitsgruppe des Projektträgers und dem/den Bauunternehmen.
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