Förderung Privatwirtschaft und Beschäftigung

Eine zentrale Herausforderung Sudans sind enorme Zugangsbarrieren zu Ressourcen, die der Bevölkerung wirtschaftliche Chancen ermöglichen würden. Dieser restriktive, netzwerkbasierte Zugang zu Krediten für lokale Klein- und mittelgroße Unternehmen (KMU) stellt ein großes Hemmnis für Wirtschaftswachstum, der Schaffung von Arbeitsplätzen sowie der Verbesserung der Versorgungslage dar und verfestigt die ungleiche Verteilung von Ressourcen im Sudan.

Das Vorhaben fördert daher gezielt kleine und mittelgroße unabhängige Unternehmen (SME Catalyser). Träger und Partner ist der African Enterprise Challenge Fund (AECF). Der SME Catalyser wird mittels eines wettbewerblichen Prozesses kleine- und mittelgroße politisch unabhängige Unternehmen auswählen und mit Investitionszuschüssen sowie begleitenden Beratungsleistungen unterstützen - mit dem Ziel Arbeitsplätze zu schaffen und die Versorgungslage mit Produkten und Dienstleistungen zu verbessern. Außerdem soll der Fokus auf unabhängige Unternehmen, die bisher keinen oder nur einen erschwerten Zugang zu Krediten hatten, einen Beitrag zu einer gerechteren Verteilung der Ressourcen zu leisten.

Die Zielgruppe sind kleine und mittelgroße Unternehmen (KMUs), die Wachstumspotenzial aufweisen und bisher keinen Zugang zu Krediten hatten. Frauengeführte Unternehmen sollen insbesondere gefördert werden. Die prioritären Sektoren sind Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Informationstechnologie, die aufgrund ihres hohen Potenzials Arbeitsplätze zu schaffen, Innovationen in Form von neuen Produkten und Dienstleistungen zu entwickeln und ihrer insgesamt hohen Reichweite ausgewählt wurden. Neben den Investitionszuschüssen wird der AECF Beratungsleistungen vor und nach der Unternehmensinvestition anbieten. Die Pre-Investitions-Beratung soll die Umsetzungskapazitäten der geförderten Unternehmen stärken z.B. durch Prozessverbesserung, Einführung eines Umwelt- und Sozialmanagements oder Inklusionsstärkung.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt wird in die U&S Kategorie B+ eingestuft. Die Risiken und Auswirkungen beziehen sich in erster Linie auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und Arbeitsfragen (insbesondere Kinderarbeit), potenzielle Umweltverschmutzung, den Einsatz von Pestiziden und die damit verbundenen Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen und die Gesundheit und Sicherheit der Gemeinschaft sowie auf Risiken in der Lieferkette, vor allem in Bezug auf Solarmodule. Diese E&S-Risiken sind für jeden Zuschussempfänger zu prüfen, zu bewerten und zu mindern, und zwar in Übereinstimmung mit den spezifischen Risiken, die für das jeweilige Vorhaben ermittelt wurden, und vom Fonds überwacht werden. Dazu wird der Fonds der KfW regelmäßig Bericht erstatten. Das ESMS der AECF wird an die spezifischen Anforderungen des neuen Fonds angepasst um die zu erwartenden Risiken angemessen zu managen, dies beinhaltet auch die Einhaltung der KfW und IFC Ausschlussliste sowie ein Beschwerdemanagement. Hierzu wurde auch die zusätzliche Einstellung eines speziellen E&S-Managers gefordert. Das angepasste ESMS wird von der KfW vor der ersten Auszahlung von Zuschüssen überprüft und abgenommen.

Land / Region / Institution Sudan
Nummer 48612
Schwerpunkt Wirtschaft und Finanzsektor
Sektor 32130 - Entwicklung von Klein- und mittelst. Unternehmen
USV-Kategorie FI/B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 11 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner THE AECF, LLC
Zuständige Abteilung West- und Ostafrika

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