Zum Hauptinhalt

Tipp: Aktivieren Sie Javascript, damit Sie alle Funktionen unserer Website nutzen können.

Förderung der Impfstoffproduktion in Senegal II

Das Vorhaben reagiert auf unzureichende lokale Kapazitäten zur Impfstoffproduktion und eine hohe Importabhängigkeit Senegals und weiterer (west-)afrikanischer Länder, die die bedarfs- und zeitgerechte Versorgung der Bevölkerung mit sicheren Impfstoffen gefährdet. Ziel ist es, zentrale Reformen im senegalesischen Pharmasektor anzustoßen, die lokale Impfstoffproduktion zu fördern und damit zur Umsetzung der nationalen Entwicklungsstrategie (Plan Sénégal Emergent) sowie zu SDG 3 (Gesundheit) und SDG 8 (Wirtschaft und Beschäftigung) beizutragen. Das Vorhaben wird als Sektorbudgetfinanzierung umgesetzt. Es gliedert sich in das BMZ-Kernthema "Gesundheit, soziale Sicherung, Bevölkerungspolitik", zahlt auf den Leitungsschwerpunkt zur Unterstützung der afrikanischen Impfstoffproduktion ein und ist Teil der Team-Europe-Initiative "MAV+", mit Synergien u. a. zur AFD- und EU-Sektorbudgetfinanzierung. Wesentliche Maßnahmen sind: (1) Stärkung der institutionellen Steuerung durch interministerielles Steuerungskomitee und Delivery Unit im Gesundheitsministerium, (2) Weiterentwicklung des regulatorischen Rahmens durch Aufbau einer nationalen Regulierungsbehörde und Reform des Pharmagesetzes einschließlich Aus- und Weiterbildung im Sektor, (3) Förderung der Impfstoffsouveränität durch Unterstützung des Aufbaus physischer Produktionskapazitäten und Verbesserung des Investitionsklimas. Projektträger ist die Republik Senegal, vertreten durch das Ministerium für Wirtschaft, Planung und Zusammenarbeit. Das Vorhaben wird gebergemeinschaftlich mit der AFD und der Europäischen Union umgesetzt. Zielgruppe ist die Bevölkerung Senegals und weiterer (west-)afrikanischer Länder, die in Senegal produzierte Impfstoffe importieren, sowie indirekt Institutionen, Unternehmen und Beschäftigte im Pharmasektor. Das Vorhaben wird in Senegal mit regionaler Wirkung für weitere (west-)afrikanische Staaten durchgeführt.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Ziel der Sektorbudgetfinanzierung ist es, wesentliche Reformen im senegalesischen Pharmasektor zu begleiten, um die lokale Impfstoffproduktion zu fördern. So soll ein Beitrag zur resilienten Versorgung Senegals sowie weiterer (West-)afrikanischer Staaten mit Impfstoffen geleistet werden. Im Rahmen der Budgetfinanzierung sollen die folgenden Handlungsfelder berücksichtigt werden: 1) Konsolidierung des regulatorischen Rahmens für Arzneimittel-Regulierung, 2) Fachkräfte- und Forschungsförderung und 3) Verbesserung des Investitionsklimas für eine wettbewerbsfähige Pharmaindustrie. Die Risikoeinschätzung zur Umwelt- und Sozialverträglichkeit basiert auf einer Abschätzung möglicher negativer sozialer und/oder ökologischer Auswirkungen der zugrundeliegenden Politikmaßnahmen. Potentiell können mit der Entwicklung des Pharmasektors menschenrechtliche Risiken einhergehen, wenn ethische Standards zum Beispiel bei klinischen Studien in Forschung und Entwicklung nicht ausreichend berücksichtigt werden (fehlende informierte Zustimmung zur Teilnahme, Druck auf arme/vulnerable Gruppen an Studien teilzunehmen), minderwertige oder gefälschte Medizinprodukte zu Gesundheitsgefährdungen der Bevölkerung führen oder falsche bzw. irreführende Informationen zur Vermarktung von Medizinprodukten verbreitet werden. Die identifizierten Risiken können durch die Ausrichtung der Reformbemühungen Senegals an internationalen Standards (Stärkung der nationalen Regulierungsbehörde für den Pharmasektor nach internationalen Standards, Stärkung der nationalen Lieferketten nach internationalen Standards, enge Einbindung der WHO) effektiv gemindert werden. Die Umwelt- und Sozialrisiken des Vorhabens werden insgesamt als moderat bewertet. Das Vorhaben wird der USV-Kategorie B zugeordnet.

Land / Region / Institution Senegal
Nummer 59048
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 32168 - Pharmazeutische Produkte
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber European Commission (EC)
Deutscher Finanzierungsbeitrag 30 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner MINISTÈRE DE L'ECONOMIE, DU PLAN ET DE LA COOPÉRATION
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: