Förderung der Erneuerbaren Energien
Das Vorhaben hat die Implementierung einer netzgebundenen Photovoltaik (PV) Anlage von ca. 15 MW in der südlich von Dakar gelegenen Region Diass (Komponente 1) sowie die Integration von PV in die Stromerzeugungssysteme von 3 mittleren (Komponente 2) und 4 kleinen (Komponente 3) dezentralen Inselnetzen in ländlichen Regionen des Senegal vorgesehen, die eine Gesamtkapazität von etwa 17 MW hat. In der Komponente 3 wurden auch Batterien zur Stromspeicherung sowie kleine, unterstützende Dieselgeneratoren installiert. Das Projekt hat infolge seiner Größe und technischen Konzeption Beispielcharakter für die weitere Entwicklung der Photovoltaik im Senegal.
Die netzgebundene Anlage hat sowohl Strom in das nationale Verbundnetz eingespeist als auch der direkten Versorgung einer nahegelegenen "Zone Economique Spéciale Intégrée" (Freihandelszone) gedient. In den 7 dezentralen Netzen hat der Strom aus PV die derzeit auf Diesel basierende, sehr teure und umweltschädliche Stromerzeugung - soweit technisch möglich und ökonomisch sinnvoll - ersetzt (Hybridanlagen/"Fuel Saver").
Ziel des FZ-Vorhabens war (i) die zuverlässige, umweltverträgliche und zugleich kosteneffektive Bereitstellung von zusätzlicher Elektrizität sowie (ii) die Diversifizierung der Energieversorgung des Landes. Damit hat die Maßnahme zur Verbesserung der Grundversorgung der jeweiligen Bevölkerung und durch produktive Nutzung des Stroms zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Schaffung von Einkommen beigetragen. Zielgruppe der netzgebundenen Komponente war die Gesamtheit der über das zentrale Stromnetz versorgten Stromkonsumenten im Senegal. Infolge der direkten Versorgung der Industriezone Diass werden in besonderem Maße die dortigen Unternehmen und Betriebe sowie die hier beschäftigten Menschen profitieren. Die dezentralen Komponenten werden den derzeit und künftig durch die jeweiligen Systeme versorgten Menschen zugute kommen.
Die Gesamtkosten für die Investitionen an den insgesamt 8 Standorten wurden auf ca. 30 Mio. EUR geschätzt. Aus FZ-Mitteln ist ein Finanzierungsbeitrag in Höhe von 27 Mio. EUR zur Verfügung gestellt worden. Der Restbetrag in Höhe von rd. 3 Mio. EUR wurde vom Projektträger Senelec, bzw. der senegalesischen Regierung, als Eigenbeitrag erbracht. Der Gesamtzeitraum der Projektvorbereitung und Implementierung (ab Zeitpunkt der Beauftragung des Implementierungsconsultants) wurde auf etwa 27 Monate geschätzt.
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