Förderung der beruflichen Bildung
Fehlende Einkommens- und Beschäftigungsperspektiven stellen eine wesentliche Herausforderung der MENA-Region dar. So auch in Jordanien mit einer offiziellen Jugendarbeitslosenquote von 46 % (2024). So haben junge, erwerbsfähige Menschen geringere Chancen auf wirtschaftliche Teilhabe und Beschäftigung, während die Privatwirtschaft unter einem Mangel an qualifizierten Arbeitskräften leidet. Ziel der FZ-Maßnahme ist es, die Attraktivität beruflicher Ausbildung zu erhöhen. Partner des FZ-Projektes sind die vom Kronprinzen gegründete technische Universität (Al Hussein Technical University, HTU) sowie das "College of Advanced Vocational Training" (CAVT) als Implementierungsarm. Im Rahmen des FZ-Moduls integriert CAVT zwei bestehende Berufsschulen in Irbid und gründet eine eigene Berufsschule in Amman (CAVT Campus). Die Erhöhung der Attraktivität der beruflichen Ausbildung soll in dem Projekt dadurch realisiert werden, dass eine Schwesterorganisation der renommierten HTU nicht-akademische Berufsausbildung anbietet, eine Durchlässigkeit geschaffen wird, die nach erfolgreichem Abschluss verschiedener Level der Berufsbildung ggf. auch ohne jordanisches Abitur die Aufnahme eines Bachelorstudiums an der HTU ermöglicht und ein erschwingliches Angebot qualitativ hochwertiger und arbeitsmarktrelevanter Berufsbildung gewährleistet wird. Technische Ausbildungsgänge sollen zunächst in sieben Berufsfeldern und in Anlehnung an deutsche Berufsbilder/-standards gefördert werden. In einer zweiten, inhaltlich eng verknüpften, Phase II wird das Modell auf weitere Berufsschulen in ganz Jordanien ausgeweitet.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingestuft. Es bestehen überschaubare potenzielle negative Auswirkungen oder Risiken, die in der Regel vorhersehbar, temporär, umkehrbar und auf den Standort des Vorhabens begrenzt sind. Sie sind mit Standard-Gegenmaßnahmen minderbar. Umweltrisiken während der Bauphase sind Lärm und Luftverschmutzung durch den Betrieb von Baumaschinen und Baufahrzeugen sowie die Entsorgung von Bauabfällen. Soziale Risiken während der Bauphase betreffen Arbeitsunfälle, Unfälle durch Fahrzeuge im Umfeld der Baustelle sowie die Verletzung von Arbeitnehmerrechten, wie zum Beispiel die verspätete Zahlung von Löhnen. Die Einführung eines Beschwerdemechanismus für Baustellen-Anrainer und Arbeiter ist vorgesehen.
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