Förderung der Agrarfinanzierung in Uganda
Der ugandische Agrarsektor ist aufgrund unzureichend angepasster Kreditprodukte, hoher Transaktionskosten und wenig geschäftlichem Interesse der Banken signifikant unterfinanziert. Dies verhindert die Investitionen, die notwendig sind, um den Landwirtschaftssektor auf ein Niveau zu heben, welches das vorhandene Potential ausschöpft und zu Produktivitätssteigerungen, höheren Einkommen und Beschäftigungszahlen führt sowie die wirtschaftliche und ökologische Resilienz steigert. Das Ziel des Vorhabens ist eine nachhaltig verbesserte Finanzierung von kleinen und mittelgroßen Agrarunternehmen (KMU) sowie kleinbäuerlichen Familienbetrieben und Berufseinsteigern unter gender-sensiblen Aspekten und zur Stärkung deren wirtschaftlicher Resilienz und der Schaffung von Einkommen und Beschäftigung. Dafür wird eine Kreditlinie (ca. 18,5 Mio. Euro) finanziert, die über die Apex-Institution Uganda Development Bank (UDB) als Projektträger ausgewählten Finanzinstitutionen Kredite für Agrar-KMU und kleinbäuerliche Familienbetriebe zur Verfügung stellt. Zudem wird ein Implementierungsconsultant finanziert (ca.1,5 Mio. Euro), der die UDB und die Finanzintermediäre bei der Umsetzung des Projektes unterstützen soll.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben hat die USVP Kategorie FI/B. Obgleich ausgeschlossen werden kann, dass Endkredite finanziert werden, die erhebliche negative Auswirkungen aufweisen (bzgl. Umsiedlung, Kulturgütern, Biodiversität, Indigene, Ressourcen, Arbeits- und Gesundheitsschutz), birgt das Vorhaben dennoch einige kleinere bis mittlere Risiken für die Umwelt sowie die Bevölkerung, die besonderer Beachtung bedürfen. Umweltrisiken bestehen z. B. in Subprojekten beim Betrieb von Dünge-/Kompostgruben (evtl. Gewässerbelastung), beim Umgang mit chemischen Pflanzenbehandlungsmitteln (evtl. Boden- und/oder Gewässerbelastung) oder bei einer Übernutzung von Grundwasserressourcen durch Bewässerungsbrunnen der KMU. Es könnte auch Herausforderungen bei den Kapazitäten der Endkreditnehmer bzgl. nachhaltiger Landwirtschaft und Arbeitssicherheitsaspekten geben (abhängig von den Endkrediten). Da Endkredite aber überschaubare potenzielle negative Auswirkungen oder Risiken haben, die in der Regel auf den Standort des Vorhabens begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid-, minder- bzw. bewältigbar sind, ist dieses Vorhaben mit FI/B klassifiziert. U+S Auswirkungen werden durch das Umwelt- und Sozial Management System (USMS) der UDB sowie den IFC Performance Standard gemindert und bewältigt. Das USMS der UDB wird als insgesamt zufriedenstellend angesehen. Die UDB wird von jedem Finanzintermediär/Empfänger verlangen, dass er die Umwelt- und Sozialkriterien des USMS der UDB erfüllt, einschließlich dem Erstellen eines Umwelt- und Sozialmanagementplans für Projekte der Kategorie B. Nur Projekte der Kategorien B und C gemäß der KfW-Definition können finanziert werden. UDB wird der KfW jährlich über E&S-Angelegenheiten berichten, einschließlich aller Änderungen bzgl. USMS, Personal oder Portfolio.
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