Finanzierungsfazilität Erneuerbare Energie und Grüner Wasserstoff

Mit diesem Vorhaben soll ein Beitrag zur Erreichung der Programmziele geleistet werden, Südafrika und die Region bei der Erreichung der Nationally Determined Contributions (NDCs) zu unterstützen. Finanziert werden sollen Investitionen in den Ausbau von Stromerzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien samt zugehöriger Stromevakuierungsinfrastruktur in Kapstadt. Die Stadt verfolgt das prioritäre Ziel, die Kapazität des Stromnetzes zu erhöhen, um erneuerbare Stromquellen, insbesondere PV- und Windenergie, künftig integrieren zu können. Dazu muss jedoch die städtische Netzinfrastruktur angepasst und ausgebaut werden. Aufgrund des Alters der Netzinfrastruktur sind zudem hohe Investitionen in die technische Ausrüstung notwendig damit das Niveau der Stromverfügbarkeit und der dazugehörigen Dienstleistungen aufrecht erhalten werden kann. Dies ist umso wichtiger vor dem Hintergrund des Zuzugs von Industrie- und IT-Unternehmen und die dadurch entstehende Verdichtung der Stromnachfrage.

Mit den Darlehensmitteln sollen viele kleinere Projekte der Stadt finanziert werden, für die Auswahlkriterien gelten. Wenn ein Projekt unter eines der folgenden Kriterien fällt, kann es von dem KfW-Darlehen finanziert werden: Hoch- oder Mittelspannungsinfrastruktur, Modernisierung oder Instandhaltung von Netzinfrastruktur, oder Erzeugung von eigener erneuerbarer Energie.

Das Modul soll ebenfalls einen Beitrag zur Gleichberechtigung der Geschlechter als Nebenziel leisten. Kapstadt soll eine Analyse durchführen, die die unterschiedlichen Auswirkungen von öffentlicher Infrastruktur auf Frauen und Männer untersucht. Ziel ist die Neuausrichtung der internen Prozesse der Stadt, sodass die Bedürfnisse von Frauen künftig in der Gestaltung von Infrastrukturprojekten berücksichtigt werden.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Im Rahmen der Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung wurde das Vorhaben entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die USVP-Kategorie: "B" (moderates Risiko) eingestuft. Die Hauptrisiken sind hier Arbeitsschutzrisiken auf Baustellen (unter Berücksichtigung von möglichem Umgang mit Gefahrstoffen sowie Arbeiten an elektrischen Anlagen, Arbeiten in der Höhe und Arbeiten mit schwerem Gerät). Diese Arbeitsrisiken können durch eine detaillierte Erkundung auf Schadstoffe im Vorfeld, durch sorgfältige Planung und Überwachung von Arbeitsschutzmaßnahmen durch den Projektträger kontrolliert werden. Risiken für die angrenzenden Gemeinden stellen die mögliche Freisetzung von Schadstoffen in Luft, Böden, und Grundwasser sowie unsachgemäßer Transport und Ablagerung von Abfällen (insbesondere von Gefahrstoffen). Die Risiken können durch entsprechende Erkundung (Boden und Grundwasser) sowie sorgfältige Planung der Maßnahmen (z.B. Abfallkonzept, ordnungsgemäße Entsorgung der Altgeräte, Gefahrstoffe etc.) kontrolliert werden. Dies ist durch den Projektträger sicherzustellen. Der Projektträger hat einen Umweltmanagementplan mit definiertem Prozesse, Anforderungen (u.a. Standards und Gesetzgebung) und Zuständigkeiten hinsichtlich der rechtzeitigen Identifizierung von potenziellen negativen Auswirkungen und Risiken im Umwelt -und Sozialbereich. Dieses Dokument legt ebenfalls fest welche Ansätze und Instrumente für die Minimierung von potenziellen negativen Auswirkungen/Risiken umzusetzen sind. Ein Stakeholder-Engagement-Prozess und die Bekanntgabe von Informationen ist per nationaler Gesetzgebung festgelegt und im Environmental Management Programme der Stadt Kapstadt widergespiegelt. Der Träger ist für die Einhaltung und Umsetzung zuständig. Die Stadt Kapstadt besitzt einen operationalen Beschwerdemechanismus, der den WB Standards ESS 10 entspricht.

Land / Region / Institution Südafrika
Nummer 50838
Schwerpunkt Energie
Sektor 23210 - Energieerzeugung, erneuerbare Quellen
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 150,5 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner CITY OF CAPE TOWN
Zuständige Abteilung Zentrales und südliches Afrika

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