Finanzierung des National Control Center
Das Vorhaben fällt in Mosambik in den derzeitigen Gestaltungsspielraum Energie und in das geplante Kernthema "Verantwortung für unseren Planeten - Klima und Energie" (Aktionsfeld: "Erneuerbare Energien und Energieeffizienz"). Erklärtes Ziel aus der bisherigen BMZ-Länderstrategie zur bilateralen EZ mit Mosambik (Stand Februar 2018) ist " unter Berücksichtigung des Klimaschutzes zur Erhöhung des Zugangs der Bevölkerung zu Energie (SDG 7) sowie durch effiziente und sichere Stromversorgung für Unternehmen zu Schaffung von Arbeitsplätzen beizutragen." Die bisherige BMZ-Länderstrategie sieht zudem die Förderung von erneuerbaren Energien, Energieeffizienz und Energieübertragung explizit vor. Das Vorhaben ist ferner ein wichtiger Beitrag zum "Marshallplan mit Afrika".
Das FZ-Modul trägt durch die Möglichkeit der automatisierten Überwachung und zentralen Steuerung des mosambikanischen Stromnetzes unter anderem zu einer verlässlicheren Stromversorgung der an das landesweite Stromnetz angeschlossenen Unternehmen und Privathaushalte sowie zur Reduzierung bestehender Übertragungsverluste bei und vereinfacht die Integration dezentral erzeugter erneuerbarer Energien in das nationale Stromnetz.
In Folge unterstützt das Vorhaben die mosambikanische Regierung in ihrem ambitionierten Ziel, bis 2030 universellen Stromzugang zu erreichen. Der erweiterte Zugang zu erneuerbaren Energien wird in den Nationalen Klimazielen Mosambiks (Intended Nationally Determined Contribution/INDC) explizit als Interventionsfeld für den mosambikanischen Beitrag zur Minderung von 76,5 Mio. t CO2eq im Zeitraum von 2020 bis 2030 genannt. Da das Vorhaben eine wichtige Grundlage für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien schafft, ist es ein wichtiges Element zur Erreichung des in den INDC definierten Minderungsbeitrags von Mosambik und damit für eine kohlenstoffarme Entwicklung des Landes.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Im Rahmen der KfW EB internen Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung wurde diesem Vorhaben die Kategorie B vergeben. Beim Bau und Betrieb der geplanten Infrastrukturmaßnahmen werden nach derzeitigem Kenntnisstand lokale, moderate negative Auswirkungen und Risiken auf Anwohner und Arbeiter nicht ausgeschlossen. Diese sind auf den Standort begrenzt und mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeidbar und können mit Hilfe von Umwelt- und Sozial Management Pläne gemanagt werden. Diese Pläne werden vom beauftragten Bauunternehmen erstellt und vom Träger überprüft. Zusätzlich zu diesen Pläne wird ein Stakeholder Engagement Plan erstellt, der sicherstellen soll, dass alle direkt und indirekte Beteiligten und Betroffenen sowohl in der Vorbereitungs- als auch in der Implementierungsphase eingebunden und angehört werden.
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