Familienplanung und Sensibilisierung II (ANIMAS II)
Das übergeordnete entwicklungspolitische Ziel der FZ-Maßnahme ist die Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte (SRGR) der nigrischen Bevölkerung durch die Vermeidung ungeplanter Schwangerschaften und die Vergrößerung der Geburtenabstände sowie die Verringerung von sexuell übertragbaren Infektionen, insbesondere HIV. Das Programm richtet sich mit der HIV-Komponente an HIV-Risikogruppen, wie Fernfahrer oder Prostituierte und im Rahmen dieses Vorhabens auch an Migranten.
Das FZ-Vorhaben wird über die lokale Social Marketing Agentur ANIMAS-SUTURA durchgeführt, die sich in den vergangenen Jahren als dynamische und verlässliche Durchführungsorganisation für Social Marketing Vorhaben zur Familienplanung und HIV-Prävention etabliert hat und mit FZ-Mitteln gefördert wurde.
Die Projektmaßnahmen umfassen folgende Elemente: (1) einen verstärkten Fokus der Zusammenarbeit auf jungen Menschen besonders an Primar- und Sekundarschulen, (2) ein Fokus auf Migranten und aufnehmenden Gemeinden, (3) Maßnahmen um einen längeren Schulbesuch für Mädchen zu begünstigen, (4) die Fortführung der Aktivitäten in bestehenden Projektregionen Tillabéry, Maradi, Agadez und Tahoua und (5) die weitere institutionelle und finanzielle Konsolidierung von ANIMAS-SUTURA. Dadurch soll das FZ-Maßnahmenziel einer verstärkten Nutzung von Kondomen und modernen Kontrazeptiva sowie eine beobachtbare Verhaltensänderung der Zielgruppen im Hinblick auf selbstbestimmte Familienplanung, HIV-AIDS-Prävention und Kinderehen erreicht werden.
Zielgruppe des Vorhabens ist in erster Linie die Bevölkerung im reproduktiven Alter (15 -49 Jahre) mit Fokus auf Migranten sowie jugendlichen Mädchen und Schülerinnen. Das FZ-Vorhaben hat ein Volumen von 10,0 Mio. EUR und soll sich über drei und halb Jahre von Mitte 2021 bis Ende 2024 erstrecken. Das Neuvorhaben knüpft an das laufende Vorhaben Familienplanung und Sensibilisierung Phase 1 (2017 68 142) an.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde in die Kategorie C eingestuft, das heißt die Maßnahmen sind mit einem nur geringen Umwelt- und Sozialrisiko verbunden. Angesichts der Tatsache, dass das Projekt die reproduktive Gesundheit betrifft, wird bei der Gestaltung des Projekts durch Kommunikations- und Sensibilisierungsaktivitäten Wege zur Bewältigung einer möglichen kulturellen Akzeptanz berücksichtigt. Es wird außerdem dafür gesorgt, dass jede/r ArbeiterIn mit dem Arbeitsvertrag bzw. der Aufgabenbeschreibung einen Code of Conduct unterschreibt zur Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt. Darüber hinaus wird ein Beschwerdemechanismus eingeführt und es wird die umgehende Meldung besonderer Vorkommnisse, wie schwere Unfälle, Gewalt, Übergriffe jeglicher Art, etc. verlangt.
Seite teilen
Um die aktuellen Seiteninhalte mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf den untenstehenden Button und wählen anschließend die gewünschte Option im Dialog aus.
Hinweis zum Datenschutz: Durch das Klicken auf den Button wird die Teilen-Funktion Ihres Browsers genutzt. Wenn Sie beim Teilen einen externen Anbieter auswählen, können persönliche Daten vom Anbieter verarbeitet werden. Lesen Sie dafür unsere Datenschutzgrundsätze.
Ihr Browser unterstützt das Teilen mit externen Diensten nicht.
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw-entwicklungsbank.de/s/dezJoN
Link kopieren Link kopiert