Ergebnisorientierte Finanzierung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit in Burundi, Phase II
Ziel des Vorhabens ist es, die grundlegende medizinische Versorgung in Burundi abzusichern und zu einer erhöhten Nutzung von qualitativ verbesserten Dienstleistungen insbesondere im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit (SRGR) beizutragen. Zielgruppe ist hierbei die gesamte burundische Bevölkerung. Hierfür soll zum nationalen System der ergebnisorientierten Finanzierung der Gesundheitseinrichtungen (Financement basé sur la performance, FBP) beigetragen werden, wobei die FZ in den beiden Provinzen Gitega, Muramwya und (ab Phase II) Mwaro alle FBP-finanzierten Indikatoren der Basisgesundheitsversorgung finanzieren würde. In diesen drei Provinzen ist auch die GIZ im Bereich Qualitätsverbesserung aktiv. Der Bereich SRGR und Kindergesundheit macht ca. 89 % der Kosten aus und steht im Fokus des Vorhabens. Darüber hinaus deckt der FBP die Behandlung und Prävention von Malaria und TB sowie Behandlung und kleinere Operationen der medizinischen Grundversorgung ab. Empfänger und Träger des Vorhabens ist die NRO Catholic Organisation for Relief and Development-Aid, Cordaid.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leichte bis moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Die sozialen Auswirkungen beziehen sich insbesondere auf Mitarbeiter des Gesundheitsweisen sowie Patienten in den Gesundheitseinrichtungen aufgrund mangelnder Hygiene und Umgang mit Abfällen. Hieraus ergeben sich potenzielle Infektionsrisiken aufgrund fehlender Schutzbekleidung, sowie unzureichender Sammlung, Transport und Verbrennung von medizinischen Abfällen. Ebenso ergeben sich Umweltrisiken durch einen unzureichenden Umgang mit medizinischen Abfällen, so können Böden und Oberflächen- sowie Grundwasser durch infektiösen Abfall oder Medikamente versucht werden. Außerdem können bei der Verbrennung, insbesondere PVC-haltiger Abfälle, schädliche Emissionen auftreten. Diese Auswirkungen sind aller Voraussicht nach auf die verschiedenen Krankenstationen beschränkt und reversibel und können durch Maßnahmen nach neuestem Stand der Technik vermieden, vermindert beziehungsweise bewältigt werden. Um die negativen Umwelt- und Sozialauswirkungen zu mitigieren, wurde mit dem Träger vereinbart, dass neben den relevanten nationalen Standards die Schutzpolitiken der Weltbank, die Umwelt- und Arbeitssicherheitsstandards der Weltbankgruppe sowie die ILO Arbeitsnormen angewendet werden müssen. Für das Vorhaben muss ein Abfallmanagementplan entwickelt und umgesetzt werde, der beschreibt, wie in den Krankenstationen medizinischer Abfall sicherer gesammelt und entsorgt werden kann und wie die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter dabei gewährleistet wird. Darüber hinaus muss ein Beschwerdemechanismus eingerichtet werden, der es der Bevölkerung erlaubt Vorfälle und Bedenken bezüglich des Vorhabens zu melden.
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