Ergebnisbasiertes Programm im Wassersektor Phase 3
Ziel des FZ-Vorhabens ist die Verbesserung des Betriebs ausgewählter kritischer Abwasserinfrastruktur im Norden des Landes und damit ein positiver Beitrag zum Umweltschutz und zur Anpassung an den Klimawandel. Damit werden die Kernprobleme im Norden, die starke Übernutzung der knappen Grundwasserressourcen und die geringen Kapazitäten des regionalen Wasserversorgungsunternehmens Yarmouk Water Company adressiert, das nicht in der Lage ist, die elf ihr zugeteilten Kläranlagen ordnungsgemäß zu betreiben und das behandelte Abwasser dem Landwirtschaftssektor zu Bewässerungszwecken zur Verfügung zu stellen. Durch die ergebnisbasierte Finanzierung eines privaten Betreiberansatzes für ausgewählte Klärnlagen, soll der Betrieb verbessert und optimiert und Nachhaltigkeitsrisiken für die bestehenden Kläranlagen reduziert werden. Das Modul leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030, insbesondere im Hinblick auf die nachhaltigen Entwicklungsziele Nr. 6 (sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen) und Nr. 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz).
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt weist mittlere Umwelt- und Sozialrisiken auf und wurde dementsprechend in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Es bestehen überschaubare negative Auswirkungen oder Risiken, die in der Regel vorhersehbar, temporär, umkehrbar und auf den Standort des Vorhabens begrenzt sind. Sie sind mit Standard-Gegenmaßnahmen minderbar. Typische Risiken während des Betriebs von Kläranlagen sind wie folgt: - Biologisch: Kontakt mit Krankheitserregern im Abwasser; - Chemisch: Kontakt durch Einsatz von Fällungs -und Flockungsmittel, sowie Chlorverbindungen; - Elektrisch: Durch Strom bei unsachgemäßer Verwendung elektrischer Anlagen und Geräte; - Mechanisch: Stolperfallen, Sturz durch rutschigen Untergrund, durch fehlende Absperrungen oder unsachgemäße Abdeckungen etc. - Explosion/Brand: durch z.B: auftretendes Faulgas im Einlaufbereich und Biogasanlagen, durch unsachgemäße Verwendung von brennbaren Chemikalien etc.; - Lärm: durch fehlenden Gehörschutz bei Arbeiten in Gebläsestation, neben Motoren und anderer maschineller Anlagen. In Ergänzung zu dem in Jordanien bestehenden landesweiten öffentlichen Beschwerdemechanismus ist die Einführung eines vorhabenspezifischen Beschwerdemechanismus durch den privaten Betreiber der Kläranlagen vorgesehen, der Anrainern wirksame Beschwerdemöglichkeiten einräumt.
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