Entwicklung von Wasserkraft und erneuerbaren Energien III (HRE III)
Trotz deutlicher Anstrengungen der pakistanischen Regierung beim Ausbau der Stromerzeugungskapazität bleibt diese u.a. aufgrund des starken Bevölkerungswachstums hinter der steigenden Nachfrage zurück. Dies zeigt sich besonders in der entlegenen Region Gilgit-Baltistan, die weder Zugang zum nationalen Stromnetz noch zuverlässige dezentrale Lösungen hat und deren existierende Wasserkraftwerke darüber hinaus in einem schlechten Zustand sind. Entwicklungspolitisches Ziel des Vorhabens ist es, die Verbesserung der Grundversorgung von Bevölkerung und Kleinunternehmen durch erneuerbare Energiequellen zu fördern. Darüber hinaus wird ein Beitrag zur verbesserten Energieeffizienz im Projektgebiet geleistet.
Konkret finanziert dieser FZ-Zuschuss die Rehabilitierung der Kleinwasserkraftwerke Khyber I, II & III sowie Nagar I & II, Energieeffizienzmaßnahmen sowie ein Stipendienprogramm für Frauen. Das Vorhaben nutzt die Erfahrungen der Phase I (BMZ-Nr. 2009 66 135) und der Phase II (BMZ-Nr. 2018 67 068).
Direktbegünstigte stellen die überwiegend armutsbetroffene Bevölkerung sowie Kleinunternehmen der Region dar. Empfänger der Mittel ist die Islamische Republik Pakistan, die durch das Ministry of Economic Affairs vertreten wird. Bei dem Projektträger handelt es sich um die Energie- und Wasserbehörde von Gilgit-Baltistan (Water and Power Development Authority), die sich aufgrund ihres hohen Interesses an einem Ausbau der Erzeugungskapazitäten zu einem angemessenen Eigenbeitrag verpflichtet hat.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
HRE-III wird eine Fortsetzung von HRE-II sein und die Sanierung von zwei Kleinstwasserkraftwerken (MHP) in Gilgit-Baltistan, Nordpakistan, umfassen. Nach einer Machbarkeitsstudie wurden zwei MHP in Khyber und Nagar als realisierbare Optionen identifiziert, die über HRE-III finanziert werden sollen. Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Kategorie "B+" eingestuft und kann potenziell erhebliche negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Negative E&S-Auswirkungen beziehen sich auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen der Projektmitarbeiter bei den Arbeiten sowie auf geringfügige Umweltverschmutzungen und die Abfallentsorgung im Zusammenhang mit den Bauarbeiten an den Standorten Khyber und Nagar. Am Standort Khyber ist mit Landerwerb und vorübergehender wirtschaftlicher Verdrängung sowie mit dem Verlust der Vegetationsdecke zu rechnen, da die Druckrohrleitung in Ackerflächen verlegt werden soll, die sowohl privaten Haushalten als auch der Gemeinde gehören. Obwohl diese Auswirkungen voraussichtlich auf den direkten Projektbereich beschränkt und in den meisten Fällen reversibel sein werden, müssen sie auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren gemildert werden. Dies wird durch einen standortspezifischen Umwelt- und Sozialmanagementplan (ESMP) und einen Aktionsplan für den Landerwerb und die Umsiedlung (LARAP) geregelt und überwacht werden, der auch einen Beschwerdemechanismus für Arbeitnehmer und andere interessierte/betroffene Personen umfasst.
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