Entwicklung des äthiopischen Privatsektors II (KMU Kreditlinie) - VPT
Das Ziel des FZ-Programms ist die Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung von KMU durch einen verbesserten Zugang zu Krediten, um damit einen Beitrag zur Armutsbekämpfung und Schaffung von Arbeitsplätzen zu leisten. Das als KMU-Kreditlinie konzipierte FZ-Programm soll über die staatliche Development Bank of Ethiopia als Apex-Institution an private äthiopische Finanzinstitutionen (=unmittelbare Zielgruppe) weiter geleitet werden. Die Phase II des FZ-Moduls wird eine parallele Finanzierung zum EU-Vorhaben "Support for the Recovery of Micro Small and Medium Enterprises (MSMEs) in Post-Conflict Areas - Enhancing Finance and Financial Inclusion for MSMEs" stellen, mit dem gemeinsamen Ziel der Bereitstellung von Finanzierungen an KKMU in denen vom Konflikt betroffenen Regionen (Afar, Amhara und Tigray), um zur Erholung der regionalen Wirtschaft, der Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen beizutragen. Das Vorhaben wird als Team Europe Approach umgesetzt. Direkte Zielgruppe sind KKMU in den nördlichen Gebieten Äthiopiens, mit Konzentration auf Unternehmen, die mindestens zu 51% im Eigentum von Frauen und jungen Erwachsenen (18 bis 29 Jahre) sind. Die Phase II des Moduls wird damit um Kleinstunternehmen ausgeweitet. Indirekte Zielgruppe sind Banken und MFI, denen dringend notwendige Liquidität zur Wiederaufnahme des Kreditgeschäfts mit der Zielgruppe zur Verfügung gestellt wird. Neben Banken und MFI, die im Eigentum von privaten Investoren sind, können unter der Phase II auch öffentliche Banken und MFI, die privatwirtschaftlich ausgerichtet sind, unterstützt werden.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie FI/B eingestuft, da das über die DBE zu finanzierende Corona-Soforthilfekomponente und das KMU-Förderprogramm geringe bis moderate Umwelt- und Sozialverträglichkeitsrisiken und Auswirkungen aufweist, welche in der Regel mit Standardmaßnahmen gesteuert und gemindert werden können. Dabei weisen die geplanten Kredite, welche über lokale Finanzinstitutionen an KMU geleitet werden, begrenzte sektorale Risiken auf, bedingt z.B. durch schlechte Arbeitsbedingungen und unsachgemäßes Abfallmanagement. Die finanzierten Kunden sollen daher risikoadäquat über das Umwelt- und Sozialmanagementsystem der DBE bzw. ihrer Partner, entsprechend den Vorgaben der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank, gesteuert werden. Bei der vertieften Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung wurde festgestellt, dass DBE schon Erfahrung mit der Anwendung von internationalen Standards beim Umwelt- und Sozialrisikomanagement hat; jedoch müssen die vorhandenen Systeme sowie die der Partnerinstitutionen noch weiter an die Anforderungen der KfW Entwicklungsbank angepasst werden. Die Institutionen sollen über die Begleitmaßnahme des Vorhabens bei der Weiterentwicklung ihrer Umwelt- und Sozialmanagementsysteme, bzw. beim Management der spezifischen Risiken der Kreditlinie unterstützt werden. In der Umsetzung der Kreditlinie erfolgt eine mindestens jährliche Berichterstattung an die KfW zu der Entwicklung ihrer Managementsysteme sowie der Umwelt- und Sozialrisiken der Kreditlinie.
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