Energy Transition - Unterstützung klimagerechter Entwicklung in Nigeria
Das Projekt "Kreditgarantieplattform für weiblich geführte KKMU- Industry 4.0" verfolgt das Ziel, den Zugang zu Finanzierungen für weiblich geführte und/oder technologieorientierte kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU) in Nigeria zu verbessern.
Ein Großteil der Bevölkerung Nigerias ist in (überwiegend informellen) KKMU beschäftigt, darunter viele Frauen. Systemische Benachteiligungen in einer patriarchalischen Gesellschaft schränken Frauen in Berufs- und Bildungschancen sowie im Zugang zum Finanzsektor ein. Eingeschränkte Zugänge zu Krediten, aufgrund von Sicherheiten, die besonders im muslimisch geprägten Norden überwiegend im Besitz von Männern sind, hindern die unternehmerische Entwicklung. Besonders weiblich geführte, aber auch technologieorientierte KKMU haben eine hohe Finanzierungsnachfrage, können jedoch häufig nicht ausreichend finanzielle Mittel sichern.
Über eine Kreditgarantiefazilität sollen partielle Ausfallgarantien zur Verfügung gestellt werden, wodurch Partnerfinanzintermediäre (PFI) ein angemessenes und attraktives Angebot an Finanzdienstleistungen bereitstellen können. Durch die Kreditgarantien sollen insbesondere Unternehmen unterstützt werden, die der oben erwähnten Zielgruppe angehören (frauengeführt und/oder technologieorientiert) und von den PFI als risikoreich eingestuft werden.
Das Projekt trägt zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit (GG 2) bei.
Das Projektvolumen umfasst einen FZ-Zuschuss von 14 Mio. Euro sowie 1 Mio. Euro Begleitmaßnahme (ebenfalls Zuschuss). Als Trägerin des Projekts ist die Development Bank of Nigeria (DBN) bzw. ihre Tochtergesellschaft Impact Credit Guarantee Limited (ICGL) vorgesehen. Die genauen Umsetzungsstrukturen sind noch im Rahmen der weiteren Projektvorbereitung festzulegen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Aufgrund des thematischen Fokus des Vorhabens auf relativ kleinvolumige Anlage- und Geräteinstallationen im Bereich der Erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz (die i.d.R. keinen Neubau von Gebäuden und keine Umwidmung von Land erfordern) wird von einem insgesamt moderaten Risikoprofil der meisten Einzelvorhaben ausgegangen. Allerdings können sich die Risikoprofile je nach Art des Vorhabens stark unterscheiden. Diese liegen insb. im Bereich des Arbeitsschutzes und der Baustellensicherheit, sowie in Verbindung mit Lieferketten für Solarpaneele (insb. menschenrechtliche Risiken aus Zwangsarbeit), sowie deren unsachgemäßer Entsorgung. Es ist zudem nicht auszuschließen, dass im Rahmen des Projekts auch Kleinwasserkraftwerke (Small Hydropower Plants - SHPs) gefördert werden. Hier ergeben sich, typisch für den Sektor, Risiken im Zusammenhang mit dem ökologischen Mindestabfluss, der ökologischen Durchgängigkeit (Sedimenttransport etc.), der Erschließung und des Zugangs zum Standort, der Stromableitung (Übertragungsleitung als "Associated Facility"), Landfragen sowie potentielle Nutzungskonflikte (Trinkwasser, Bewässerung, Landwirtschaft, Tourismus, Schiffbarkeit, etc.). Die skizzierten Umwelt- und Sozialrisiken sind grundsätzlich durch die vorhabenspezifische Anpassung und konsequente Anwendung des ESMS des Trägers AECF beherrschbar.
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