Energieeffizienzprogramm Indien III
Das Vorhaben finanziert die Umstellung landwirtschaftlicher Bewässerungspumpen auf Solarstrom, um die Netzverluste sowie die wiederkehrende finanzielle Belastung der Netzbetreiber zu verringern und zusätzliche CO2-Emissionen zu vermeiden. Damit reagiert es auf hohe Energiekosten, unsichere Bewässerung und steigende Treibhausgasemissionen. Im Vordergrund steht die Förderung netzgekoppelter Solaranlage mittlerer Größe, die in der Nähe der Regionen installiert sind, in denen eine nennenswerte Menge an Wasserpumpen betrieben werden. Die Zielgruppe sind landwirtschaftliche Betriebe, die von der verbesserten Stromversorgung und den damit verbundenen besseren Arbeitsbedingungen profitieren, sowie die breite Öffentlichkeit, die von reduzierten Treibhausgasemissionen und geringeren Netzverlusten im Stromsystem profitiert. Das Vorhaben wird im Rahmen des nationalen Programms PM-KUSUM und des bundesstaatlichen Programms MSKVY 2.0 in ländlichen Regionen Maharashtras durch den staatlichen Energieversorger MahaGenco (Maharashtra State Power Generation Company Limited) umgesetzt. Die Investitionsmittel werden der indischen Staatsbank HUDCO (Housing and Urban Development Corporation Limited) durch die KfW als Refinanzierung zur Verfügung gestellt.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß den KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinien (2024) in die Umwelt- und Sozialkategorie FI/B+ (erhebliches Risiko) eingestuft, da potenzielle negative Umwelt- und Sozialauswirkungen bestehen, die jedoch in der Regel umkehrbar sind und durch branchenübliche Maßnahmen gemindert werden können. Es werden keine physischen Umsiedlungen, Auswirkungen auf Schutzgebiete oder andere hohe Risiken erwartet, die eine höhere Kategorie rechtfertigen würden. Die Kapazitäten von dem Projektpartner Housing and Urban Development Corporation (HUDCO) zur Identifizierung, Bewertung und zum Management der Umwelt- und Sozialrisiken wurden ebenfalls in die Einstufung einbezogen. Potenzielle Risiken und Auswirkungen betreffen unter anderem die Arbeitsbedingungen, den Landerwerb, die potenzielle Verschmutzung natürlicher Ressourcen, den Verbrauch von Ressourcen sowie die Sicherheit der umliegenden Gemeinden. Auch Risiken aus der Lieferkette von Solarmodulen sind zu berücksichtigen. HUDCO wird mit Unterstützung eines externen Beraters ein risikoadäquates Umwelt- und Sozialmanagementsystem (USMS) entwickeln und Umwelt- und Sozial Due Diligences (ESDDs) für die finanzierten Projekte durchführen. Diese werden von der KfW überprüft und genehmigt, während identifizierte Mängel als vertragliche Anforderungen an die Unterkreditnehmer und die Baufirmen weitergeleitet werden. Im USMS von HUDCO wird ein angemessenes Stakeholder-Engagement, einschließlich eines Beschwerdemechanismus, berücksichtigt. Diese Anforderungen sind im Kreditvertrag in Form von Standardklauseln und einem Environmental and Social Commitment Plan (ESCP) festgehalten, wobei die Verantwortung für deren Umsetzung bei HUDCO liegt. Diese werden während der gesamten Projektumsetzung überwacht und berichtet.
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