Energieeffizienzprogramm
Energieeffizienz im öffentlichen Sektor nimmt eine bedeutende Rolle in den Klimastrategien der ivorischen Regierung ein. Im Rahmen des EZ-Programms "Reformprogramm Energie" unterstützt die deutsche Bundesregierung die ivorische Regierung dabei, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien im Sinne einer "Just Transition" voranzutreiben.
Das Energieeffizienzprogramm hat zum Ziel, die Energieeffizienz in öffentlichen Gebäuden und der öffentlichen Beleuchtung zu verbessern. Die effiziente Beleuchtung von Gehwegen und öffentlichen Plätzen erhöht insbesondere die Sicherheit von Frauen.
Die Maßnahmen beinhalten die energieeffiziente Renovierung und Modernisierung von ausgewählten öffentlichen Gebäuden und des Beleuchtungsnetzes im Großraum Abidjan, inklusive Gehwege und Plätze, die als besonders wichtig für die Sicherheit von Frauen gelten. Des Weiteren werden Nutzer und Betreiber zu energieeffizienten Praktiken geschult und sensibilisiert.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wurde gemäß KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" (moderates Risiko) eingeordnet und kann vereinzelt negative Auswirkungen auf die Umwelt sowie die sozialen Bedingungen haben. Signifikante Umweltauswirkungen sind beim Ersetzen der öffentlichen Beleuchtung insbesondere durch den Anfall erheblicher Mengen an Elektronikschrott (alte Straßenlampen) zu erwarten. Beim Austausch der zahlreichen Lampen können zudem Risiken im Hinblick auf die Arbeitssicherheit sowie Gefährdungen des Verkehrs und von Passanten auftreten. Bei der energetischen Sanierung öffentlicher Gebäude können Umweltbelastungen durch den Anfall größerer Abfallmengen (auch asbesthaltiges Material) sowie durch entweichende, klimaschädliche Kältemittel aus alten Klimaanlagen entstehen. Darüber hinaus bestehen Arbeitssicherheitsrisiken durch Arbeiten mit schwerem Gerät sowie durch den Umgang mit asbesthaltigen Baumaterialien. Diese Risiken wurden im Rahmen von Scoping-Studien erfasst und werden im weiteren Verlauf der Projektvorbereitung näher analysiert. Bei allen Umwelt- und Sozialstudien wird darauf geachtet, dass sie neben der nationalen Gesetzgebung auch internationale Standards berücksichtigen. Auf Basis der Studien werden für beide Komponenten Pläne zum Management der Umwelt- und Sozialrisiken erstellt. Unter anderem wird bei der Komponente "öffentliche Beleuchtung" ein spezifischer Plan zum Umgang mit dem anfallenden Elektronikschrott erarbeitet, bei der energieeffizienten Gebäudesanierung ein Plan zum Umgang mit asbesthaltigem Material, einschließlich dessen Entsorgung. Der Träger stellt - mit Unterstützung durch einen Durchführungsconsultant - sicher, dass die Anforderungen aus den Plänen zum Management der Umwelt- und Sozialrisiken in die Ausschreibungsdokumente und Verträge für Lieferungen und Leistungen einfließen und standortangepasst umgesetzt werden. Dazu gehört auch die Sicherstellung der Information und Beteiligung wichtiger Stakeholder sowie die Etablierung eines Beschwerdemechanismus.
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