Energieeffizienz in der ländlichen Stromversorgung Phase II

Ziel des Vorhabens ist eine energieeffiziente, umwelt- und klimafreundlichere ländliche Stromversorgung durch Investitionen in das Stromübertragungs- und -verteilungssystem in Kambodscha. Damit soll ein Beitrag zur Erreichung der Klimaminderungsziele (Nationally Determined Contributions, NDC) Kambodschas und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung geleistet warden. Das Vorhaben umfasst Investitionen in die Stromübertragung und -verteilung (Umspannwerke, modernisierte und erweiterte Hochspannungs- und Mittelspannungsnetze, Consultingleistungen).
Zielgruppe sind Bevölkerung, Gewerbe und öffentliche Einrichtungen in der Projektregion, die von einer verbesserten und effizienten Stromversorgung profitieren. Dazu zählt die Bevölkerung der Provinzen Kampong Thom, Preah Vihear, Siem Reap und Otdor Meanchey (Phase 2).

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt zielt darauf ab, die CO2-Emissionen durch die Reduzierung von Netzverlusten zu verringern und die Stabilität sowie Zuverlässigkeit der Stromversorgung in ländlichen Gebieten Kambodschas zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen folgende Komponenten finanziert werden (Teilprojekte): i) Bau einer Umspannstation in der Stadt Siem Reap, einschließlich 4 km Freileitungen und 1,5 km Erdkabel, ii) eine Umspannstation in der Provinz Kampong Chhnang und iii) Erweiterung/Ausbau des 22 kV-Verteilernetzes in ländlichen Gebieten entlang bestehender Straßen. Aufgrund der Lage des Projekts in Siem Reap ist ein Einfluss auf indigene Völker (ethnische Minderheiten) unwahrscheinlich. Auch wird aufgrund des Wohncharakters und der Nähe zu einer größeren Stadt nicht erwartet, dass geschützte Vogelarten im Projektgebiet vorhanden sind. Die Hauptrisiken des Projekts liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit beim bei von Umspannstationen und Leitungen sowie dem Schutz der lokalen Bevölkerung vor negativen Auswirkung von Bau und Betrieb der Anlagen (Lärm, Staub, Sicherung der Baustelle). Die Umwelt- und Sozialauswirkungen werden deshalb moderat eingeschätzt und das Projekt in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie B eingewertet. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde ein Umwelt- und Sozialrahmenplan erstellt, der die mit dem Projekt verbundenen Umwelt- und Sozialrisiken bewertet. Die Hauptrisiken sind mit der Arbeitssicherheit. Gesundheit und Sicherheit der umliegenden Gemeinden können durch den Zustrom von externen Arbeitern beeinträchtigt werden. Weitere Auswirkungen während der Bauarbeiten könnten Luftemissionen (Staub) und Lärm, Abfall (Abwässer oder feste Abfälle, die Entwässerungskanäle rund um das Gelände kontaminieren) sowie Auswirkungen auf den Verkehr durch Bauarbeiten entstehen. Um diese begrenzten Umwelt- und sozioökonomische Risiken zu mindern, wird der Projektträger mit Hilfe des Durchführungsconsultants Präventions- und Minderungsmaßnahmen auf Basis des Rahmenwerks in einem Umwelt- und Sozialmanagementplan (ESMP) definieren und umsetzen. Der Pland wird folgende Bereiche umfassen: Schadstoffkontrolle und Abfallmanagement, Lärm und Staub, Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen. Zusätzlich soll ein Umwelt- und Sozialüberwachungsplan sowie ein Stakeholder-Engagement-Plan umgesetzt werden, der die Konsultation und Teilnahme der Gemeinschaft sicherstellt. Schließlich muss ein Beschwerdemanagementsystem eingerichtet werden.

Land / Region / Institution Kambodscha
Nummer 44443
Schwerpunkt Energie
Sektor 23630 - Stromübertragung, -verteilung u. Speicher
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 30 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner ELECTRICITÉ DU CAMBODGE
Zuständige Abteilung Asien

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