Energieeffizienz in der ländlichen Stromversorgung III
Die dritte Phase des Moduls "Energieeffizienz in der ländlichen Stromversorgung" hat wie die Vorgängerphasen zum Ziel, eine energieeffiziente, umwelt- und klimafreundlichere ländliche Stromversorgung durch Investitionen in das Stromübertragungs- und -verteilungssystem in Kambodscha anzustreben. Damit soll ein Beitrag zur Erreichung der Klimaminderungsziele (Nationally Determined Contributions, NDC) Kambodschas und dem ambitionierten Ausbauziel für erneuerbare Energien geleistet werden.
Das Vorhaben umfasst eine Komponente zur netzwerkskalierte Batteriespeicherung (Battery Energy Storage Systems, BESS) sowie Upgrade einer Umspannstation mit einem Transformator.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wird auf dem Gelände bestehender Umspannstationen und in einem ländlichen Gebiet, fernab von umweltsensiblen Rezeptoren, durchgeführt. Insb. die Fläche für den Batteriespeicher wird sich auf dem Gelände einer Umspannstation befinden, das bereits Eigentum von EDC ist. Die Umwelt- und Sozialauswirkungen werden daher als moderat eingeschätzt und das Projekt in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie B eingewertet. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie wurde ein Umwelt- und Sozialrahmenplan erstellt, der die mit dem Projekt verbundenen Umwelt- und Sozialrisiken bewertet.Die Hauptrisiken sind mit der Arbeitssicherheit sowie dem Brandschutz während des Betriebs des BESS und der ordnungsgemäßen Entsorgung der Batterieelemente am Ende ihrer Lebensdauer verbunden. Gesundheit und Sicherheit der umliegenden Gemeinden können durch den Zustrom von externen Arbeitern beeinträchtigt werden. Weitere Auswirkungen während der Bauarbeiten könnten Luftemissionen (Staub) und Lärm, Abfall (Abwässer oder feste Abfälle, die Entwässerungskanäle rund um das Gelände kontaminieren) sowie Auswirkungen auf den Verkehr durch Schwertransporte mit Speicherkomponenten und Transformatoren entstehen. Um diese begrenzten Umwelt- und sozioökonomische Risiken zu mindern, wird der Projektträger mit Hilfe des Durchführungsconsultants Präventions- und Minderungsmaßnahmen auf Basis des Rahmenwerks in einem Umwelt- und Sozialmanagementplan (ESMP) definieren und umsetzen. Der Pland wird folgende Bereiche umfassen: Schadstoff- und Emissionskontrolle inkl. Lärm und Staub sowie Abfallmanagement, Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen. In Bezug auf das BESS wird ein Aktionsplan für Unfälle mit Batterieelementen erstellt werden. Darüber hinaus ist ein Brandschutzplan von entscheidender Bedeutung, der sich auf die sichere Evakuierung des Personals, die Alarmierung der Feuerwehr und die Einbeziehung spezialisierter Einsatzkräfte konzentriert, falls erforderlich, um brennende Batterieelemente oder andere spezifische Komponenten zu löschen. Darüber hinaus werden Verfahren für die Rückgabe und das Recycling von während des Betriebs verwendeten Substanzen, wie Kühlmitteln, sowie für das Recycling von elektronischen Abfällen, die durch das System entstehen, eingerichtet werden. Der Träger hat sich verpflichtet die lokale Bevölkerung über das Projekt zu informieren und einen geeigneten Beschwerdemechanismus einzurichten.
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