Energieeffizienz im zentralen Übertragungs- und Verteilnetz III
Im Rahmen des FZ-Projekts werden dringend notwendige Maßnahmen zur Stärkung des zentralen Stromverbundnetzes der Mongolei (Central Energy System, CES) finanziert. Die Projektmaßnahmen umfassen den Bau einer Umspannstation und den Anschluss an das Stromnetz und den Ausbau einer Umspannstation.
Das FZ-Projekt dient der Erhöhung der Verfügbarkeit und der Zuverlässigkeit des CES. Engpässe bzw. ungeplante Ausfälle bei der Stromversorgung werden verringert und die Versorgungssicherheit für die angeschlossenen Verbraucher des CES erhöht.
Das EZ-Programmziel im Schwerpunkt Energieeffizienz ist es, einen wirksamen Beitrag zur ökonomisch und ökologisch nachhaltigeren Bereitstellung und Nutzung von Energie sowie zur Versorgungssicherheit in der Mongolei zu leisten. Vor diesem Hintergrund ist das FZ Modulziel. zu einer sicheren Versorgung der Zielgruppe mit elektrischer Energie im CES beizutragen. Zielgruppe des FZ-Projekts sind alle am CES angeschlossenen Verbraucher.
Darlehensnehmer ist das mongolische Finanzministerium (Ministry of Finance, MoF). Die nationale Stromübertragungsgesellschaft (National Power Transmission Grid State Owned Stock Company, NPTG), die direkt dem mongolischen Energieministerium (Ministry of Energy, MoE) untersteht, ist der Projektträger für das FZ-Projekt.
Die Gesamtkosten der Projektmaßnahmen liegen bei rund 17 Mio. EUR ohne Steuern, Zöllen und anderen öffentlichen Abgaben. Zur Finanzierung ist ein FZ-Darlehen in Höhe von bis zu 17 Mio. EUR vorgesehen.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wird auf öffentlichem Land im städtischem Gebiet durchgeführt. Es werden ein neues Umspannwerk und eine ca. 4 km unterirdische Übertragungsleitung gebaut, die entlang einer Bahntrasse zu einem bestehenden Umspannwerk führt. Dieses wird für den Anschluss der Übertragungsleitung erweitert. Für den Bau dieser Anlagen ist keine physische Umsiedlung erforderlich und es wird auch nicht zu einer Beeinträchtigung der Lebensgrundlagen der Anrainer kommen. Allerdings bestehen gewisse Risken für die Anrainersicherheit und -gesundheit währen der Bauphase (kurzfristige Abschaltung Stromversorgung, Lärm, Verkehrssicherheit, Staub) und im Betrieb (elektrische und magnetische Felder). Ebenfalls in der Bauphase bestehen übliche Arbeitssicherheitsrisiken für Baustellen (hier insb. Arbeiten in der Höhe und Leitungen unter Spannung). All diese Risiken sind jedoch vorhersehbar, größtenteils umkehrbar und auf den Standort des Vorhabens begrenzt. Zudem können sie mit Standardlösungen der Arbeitssicherheit und des Umweltschutzes für Bauvorhaben im Energiesektor vermieden werden. Deshalb wird das Projekt in die U&S Risiko-Kategorie B (moderate Risiken) eingestuft. Um diese begrenzten Umwelt- und sozioökonomische Risiken zu managen, wird der Projektträger Präventions- und Minderungsmaßnahmen in einem Umwelt- und Sozialmanagementplan (ESMP) definieren und umsetzen. Der Plan wird folgende Bereiche umfassen: Arbeitsschutz, Schadstoff- und Emissionskontrolle inkl. Lärm und Staub sowie Abfallmanagement, Anwohner Gesundheitsschutz und Sicherheit inkl. Verkehrsmanagement. Der Träger hat sich verpflichtet, die lokale Bevölkerung über das Projekt zu informieren und einen geeigneten Beschwerdemechanismus einzurichten.
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