Ein integrierter Ansatz zur Stärkung der Gesundheit von geflüchteten und rückkehrenden Kindern in Cabo Delgado
Aufgrund eines seit 2017 andauernden Konflikts sind ungefähr 800.000 Menschen im Norden von Mosambik geflüchtet. Im Laufe des Jahres 2023 ließ sich eine allmähliche Stabilisierung der Sicherheitslage erkennen und viele Menschen kehren zunehmend in ihre Heimatregionen zurück. Rund die Hälfte dieser Geflüchteten und Rückkehrer sind Frauen und Kinder. Sie treffen bei ihrer Ankunft jedoch auf teilweise zerstörte Infrastrukturen und eine insgesamt mangelnde sanitäre und medizinische Versorgungslage.
Ziel des Vorhabens (Modulziel) ist es, dass Mädchen und Jungen überleben und gedeihen von der Geburt bis zum fünften Lebensjahr. Hierdurch sollen die Frauen gestärkt d.h. insbes. in ihrer Rolle als Versorgerin und Pflegerin entlastet werden. Hierfür setzt das Vorhaben den Fokus auf die Modernisierung und den Bau von Gesundheitseinrichtungen, aber auch die Verbesserung der angebotene WASH- und Gesundheitsdienstleistungen. Darüber hinaus sollen das medizinische Personal sowie die Sozialarbeiterinnen geschult werden, um vor allem Kinder und Frauen besser behandeln und beraten zu können. Das Programm zur Förderung der Schulreife (Accelerated Schoolreadiness, ASR) richtet sich an Mädchen und Jungen im Alter von 5 Jahren und bereitet diese auf die Schullaufbahn vor. Mit dem Model Family Programm soll im Rahmen von Schulungen die Hygiene und Gesundheitssituation in den Familien direkt verbessert werden.
Auf diese Weise trägt das Vorhaben zu der Erreichung der nachhaltigen Ziele SDG 1 (Keine Armut), SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDG 5 (Gleichstellung der Geschlechter) sowie SDG 6 (Sauberes Wasser und Sanitärversorgung) bei.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Projekt wurde gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet und kann potenziell leicht moderate negative Auswirkungen auf die Umwelt und die sozialen Bedingungen haben. Das bedeutet, dass potenzielle negative Auswirkungen überschaubar, in der Regel auf den spezifischen Standort der jeweiligen Einzelmaßnahme begrenzt und durch relativ einfache Gegenmaßnahmen zu mindern sind. Eine vertiefte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung ist erforderlich. Sobald die konkreten Standorte und Baumaßnahmen feststehen, ist für die Einzelvorhaben seitens UNICEF ein standortspezifisches Risiko-Assessment durchzuführen. USVP-Relevanz besitzen nur die im Vorhaben vorgesehenen Maßnahmen zur Erstellung bzw. Rehabilitierung der Gesundheitseinrichtungen. Die typischen Risiken der geplanten Maßnahmen liegen in den Bereichen Arbeitssicherheit, Arbeitsbedingungen, Sicherheit von Anwohnern sowie dem Management der Baustelle. Nach derzeitigem Kenntnisstand können potenziell moderate negative Auswirkungen und Risiken auf Anwohner und Anwohnerinnen und Arbeiter und Arbeiterinnen während der Bauarbeiten nicht ausgeschlossen werden. Diese sollten aber mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardlösungen vermeid -, minder bzw. bewältigbar sein. Mögliche Umwelt und Sozialrisiken können Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Arbeiter und Arbeiterinnen beinhalten (beispielsweise bei Arbeiten mit schwerem Gerät, dem Arbeiten in Höhen bzw. dem Arbeiten in Höhen bzw. dem Arbeiten mit Gefahren und Schadstoffen). Darüber hinaus sind Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Anwohner und Anwohnerinnen und Schulkinder zu beachten (beispielsweise Baustellenzugang und -sicherheit, Konflikte mit Arbeitern, Bauverkehr, Lärm, Staub, Vibrationen). In Anbetracht dieser moderaten Risiken ist eine Einstufung in die Risikokategorie B plausibel. Derzeit ist noch unklar ob für die Einzelmaßnahmen jeweils umfassende Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie (Environmental and Social Impact Assessment - ESIA) gem. nationaler Gesetzgebung erforderlich sind. Es werden jedoch in jedem Fall die Umwelt- und Sozialrisiken für die Einzelmaßnahmen gemäß KFW Nachhaltigkeitsrichtlinie ermittelt und entsprechende Minderungsmaßnahmen mit UNICEF vereinbart. So ist in den zwischen UNICEF und KfW vereinbarten Standard Operational Procedures ein Environmental and Social Code of Practice (ESCOP) enthalten, welcher bei Projekten der Risikokategorie B einzuhalten ist. Weiterhin wird ein Beschwerdemechanismus für Arbeiter*innen und Projektbetroffene entwickelt und umgesetzt.
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