Effizienzsteigerung in den Netzen der SONEDE II

Durch das Vorhaben sollen technische und kommerzielle Wasserverluste in den Netzen der SONEDE sowie die Energiekosten der Wasserversorgung reduziert werden. Die Maßnahmen werden schwerpunktmäßig in Zentral- und Südtunesien, den Regionen mit besonders ausgeprägter Wasserknappheit, durchgeführt. Davon profitiert die von dem nationalen Wasserversorger SONEDE belieferte Bevölkerung, deren Versorgungsqualität und -kontinuität durch die Verbesserung der Versorgungsnetze deutlich zunehmen wird. Hiermit soll ein Beitrag dazu geleistet werden, die ständig steigende Wassernachfrage abzumildern, Grundwasserressourcen vor Übernutzung zu schützen und die Bevölkerung für eine sparsame Wassernutzung zu sensibilisieren.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wird entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie B eingeordnet (moderate Umwelt- und Sozialrisiken).Die Hauptrisiken sind Arbeitsschutzrisiken auf Baustellen (Arbeiten mit schwerem Gerät und unter beengten Platzverhältnissen; ggf. Präsenz von Gefahrstoffen wie z.B. Asbest). Diese Arbeitsrisiken können durch eine sorgfältige Planung und Überwachung der Arbeitsschutzmaßnahmen durch den Projektträger und den Durchführungsconsultant kontrolliert werden. Identifizierte potenzielle negative Auswirkungen des Vorhabens auf die Anrainer umfassen zudem Lärm, Abgase, Staub durch erhöhtes Verkehrsaufkommen und den Einsatz von Maschinen, sowie ein erhöhtes Verkehrsunfallrisiko. Des Weiteren kann es während der Bauphase zu Unterbrechungen der Wasserversorgung und/oder temporäre Verringerung der Wasserqualität kommen. Umsiedlungen werden nicht erforderlich, dagegen können temporäre Einschränkungen der Nutzung in geringem Umfang nicht ausgeschlossen werden. Für das Vorhaben werden ein Rahmenplan für das Umwelt- und Sozialmanagement erstellt und Maßnahmen zum Management der Risiken und Auswirkungen entwickelt und in nachgeordneten Umwelt- und Sozialmanagementplänen festgehalten. Falls im Rahmen der Entwicklung dieser Studien und Pläne erhöhte Umwelt- und Sozialrisiken identifiziert werden sollten, wird ebenfalls eine vertiefte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie erarbeitet. Für das Vorhaben muss zudem ein Stakeholder Engagement Plan, einschließlich eines projektspezifischen Beschwerdemechanismus, entwickelt und umgesetzt werden. Die verschiedenen Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudien und -managementpläne werden durch einen internationalen Durchführungsconsultant entwickelt, der auch den Projektträger bei der Überwachung der Umsetzung des Managementplans unterstützt.

Land / Region / Institution Tunesien
Nummer 54847
Schwerpunkt Wasser und Abfall
Sektor 14021 - Wasserversorgung - große Systeme
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber European Commission (EC), Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 15 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner SOC. NATIONALE D EXPLOITATION ET DE DISTRIBUTION DES EAUX
Zuständige Abteilung Nordafrika und Sahel

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