E-Governance für effiziente Finanzverwaltung II
Ziel des FZ-Moduls ist die Verbesserung der Qualität und des Zugangs zu kommunalen Verwaltungsdienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger sowie die Schaffung von mehr Transparenz und Effizienz in der öffentlichen Verwaltung. Das Vorhaben finanziert zum einen den Ausbau des Glasfasernetzes sowie den Anschluss öffentlicher Institutionen (Rathäuser, Krankenhäuser, Schulen) an das Netzwerk. Zum anderen trägt es zur Stärkung der Kapazitäten und Ausstattung der Ziel-Rathäuser sowie der Einführung von digitalen Anwendungen für die schrittweise Digitalisierung von Verwaltungsdienstleistungen bei. Die Digitalisierung des Personenstandswesens wird vom Projektträger priorisiert.
Die Bereitstellung eines stabilen und sicheren Netzwerks ermöglicht es den Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern. Die Einführung digitaler Dienstleistungen ermöglicht eine verlässliche und schnelle Kommunikation zwischen den Behörden und beugt Datenverlust und Fehlern vor.
Die togoische Regierung plant derzeit ein umfassendes Konnektivitätsprojekt, welches sowohl von der Regierung als auch der Weltbank, MCC und anderen Gebern, u.a. Deutschland über KfW, finanziert werden soll. Das geplante FZ-Vorhaben wird sich in dieses Projekt einfügen und Maßnahmen parallel zu den anderen Gebern finanzieren.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Vorhaben wird in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingestuft. Die Baumaßnahmen zur Rehabilitierung und Ausweitung des Glasfasernetzes können zu einer kurzfristigen Lärm- und Staubbelastung sowie Risiken durch Baustellenverkehr, Verkehrsumleitungen oder den kurzfristigen Zuzug von Arbeitskräften für die Anwohnerinnen und Anwohner führen. Die Bauarbeiterinnen und -Arbeiter sind den üblichen Arbeitssicherheitsrisiken auf Kleinbaustellen ausgesetzt. Zu den hauptsächlichen Umweltrisiken zählen geringfügige Boden- und Gewässerbelastungen nahe den Baustellen. Bei der Digitalisierung von Verwaltungsverfahren bestehen Risiken hinsichtlich der Datensicherheit sowie im Zusammenhang mit der möglichen Diskriminierung bestimmter Bevölkerungsgruppen. Da diese Auswirkungen räumlich und zeitlich sehr beschränkt und in den meisten Fällen reversibel sind, können sie auf der Grundlage von Standardansätzen und bewährten Verfahren gemindert werden. Im Rahmen der Projektprüfung wurden bereits die grundlegenden Aspekte der Umwelt- und Sozialverträglichkeit geprüft und mit den Partnern diskutiert. Wegen der nur moderaten Umwelt- und Sozialverträglichkeitsrisiken ist eine umfassende Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie (Environmental and Social Impact Assessment - ESIA) ist für das Vorhaben nicht erforderlich.
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