Digitalisierung und Unterstützung der dezentralen Verwaltungen

Die FZ-Maßnahme unterstützt im Rahmen der ruandischen Dezentralisierungspolitik die Institution LODA, die lokale Infrastrukturprojekte auf Distriktebene finanziert und die Distrikte bei Planung, Durchführung und Betrieb dieser Projekte begleitet bzw. berät. Das Vorhaben ist Teil der FZ-Maßnahme "IKT Fazilität" (BMZ-Nr. 2020 68 492, 2021 69 324). Mit dem FZ-Beitrag wird den unteren Verwaltungsebenen ein modernisiertes und erweitertes Monitoring-, Evaluierungs- und Informationssystem (Monitoring, Evaluation and Information System, MEIS) zur Verfügung gestellt, um die Verwaltungsprozesse zu unterstützen. Die bestehende IT-Infrastruktur wird modernisiert, um die Skalierbarkeit, Zuverlässigkeit und Agilität des Systems zu erhöhen. Das System soll zudem um weitere Funktionalität ergänzt werden, z.B. um ein e-Learning-System mit Selbstlernkomponenten zur Fortbildung der dezentralen Verwaltungsebenen, ein digitales Outcome Monitoring System und eine e-Participation Plattform zur Bürgerbeteiligung. Darüber hinaus werden die Distrikte mit Hardware ausgestattet, um das erweiterte Verwaltungssystem MEIS adäquat einsetzen zu können.

Ziel des Vorhabens ist eine verbesserte Dienstleistungserbringung in der öffentlichen Verwaltung der Distrikte und deren unteren Verwaltungseinheiten bezüglich der Effektivität, Effizienz, Legitimität und Transparenz. Zusätzlich soll durch eine stärkere Bürgerbeteiligung ein Beitrag zur Armutsbekämpfung und zur Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen der Zielbevölkerung geleistet werden. Zielgruppe ist die Gesamtbevölkerung Ruandas (ca. 12,2 Mio. Menschen). Der FZ-Beitrag beläuft sich auf bis zu EUR 8,0 Mio.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie C eingeordnet, da vom Vorhaben voraussichtlich keine oder nur geringe nachteilige Auswirkungen und Risiken auf Umwelt und soziale Belange ausgehen. Es ist daher kein spezifischer Umwelt- und Sozialmanagementplan erforderlich. Der Partner wurde zur Einführung eines Beschwerdemechanismus verpflichtet und muss die KfW unverzüglich über umwelt- und sozialrelevante besondere Vorkommnisse informieren.

Land / Region / Institution Ruanda
Nummer 38299
Schwerpunkt Demokratie
Sektor 15112 - Dezentral.u.Förd.Subnation.Gebietskörpersch
USV-Kategorie C
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 8 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner RWANDA INFORMATION SOCIETY AUTHORITY
Zuständige Abteilung Zentrales und südliches Afrika

Kontakt

Transparenz

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