Digital-basierte Regierungsführung

Die Provinz KP steht mit Blick auf die Einführung von digitalen Verwaltungsdienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger vor mehreren großen Herausforderungen: 1. Für die Einführung bzw. den Ausbau von vorhandenen IT-Anwendungen in der Verwaltung sind bisher nur begrenz-te Kapazitäten (ein veraltetes Rechenzentrum) vorhanden, so dass ein Austausch von Daten bisher meistens nur in Papierform oder über unkoordinierte Interimslösungen möglich ist. 2. Die fehlende Vernetzung der staatlichen Stellen und Behörden führt zu Redundanzen und sehr hohen Stör- und Fehleranfälligkeit. 3. Der Mangel an up-to-date Soft Skills und Kapazitätsaufbauprogrammen für IT-Personal insbesondere bei den benachteiligten Gruppen (vor allem Frauen) ist die Hauptursache für die fehlende Entwicklung von modernen Informationstechnologiesystemen und -lösungen.

Die KfW will gemeinsam mit der KPITB als Projektträger die e-Governance Initiativen unterstützen und die digitale Infrastruktur der Provinz KP stärken.

Das Modulziel soll mit folgenden Outputs erreicht werden:
Output 1: Die Kapazitäten der Rechenzentren in KP sind für die Konsolidierung und das Wachstum von IT-Services ausgebaut
Output 2:Kohärente Data Governance Richtlinien sind entwickelt und eingeführt
Output 3: Zusätzliche digitale Verwaltungsdienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger sind (semi-) digitalisiert und ein System für einen verbessersten Zugang zu digitalen Verwaltungsdienstleistungen in abgelegenen Gebieten ist eingerichtet
Output 4: Initiativen (mit Fokus auf Frauen und vulnerable Gruppen) zur Verbesserung der IT-Kompetenzen im Rahmen von IT-Praktika und Schulungen sind für den öffentlichen Sektor eingeführt
Output 5: Change-Management sowie Kapazitätsaufbauprogramme bei KPITB und beteiligten Akteuren sind durchgeführt

Als Zielgruppe profitieren alle Behörden der öffentlichen Verwaltung sowie die Bürger der Provinz KP mit dem Fokus auf Frauen und die benachteiligten Gruppen.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Projekt zielt darauf ab, das Khyber Pakhtunkhwa Information Technology Board (KPITB) als Projektträger bei der Umsetzung seiner digitalen Transformationsstrategie zu unterstützen. Dies geschieht durch eine gezielte Kombination aus Kapazitätsaufbau und Infrastrukturverbesserungen. Im Vorfeld wurde eine umfassende Machbarkeitsstudie durchgeführt, die auch die potenziellen Umwelt- und Sozialrisiken sowie -auswirkungen des Projekts bewertet hat. Gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie und den entsprechenden Einstufungskriterien wurde das Projekt in die Kategorie B+ eingestuft, da es erhebliche Umwelt- und Sozialrisiken aufweist. Die wesentlichen Risiken und Auswirkungen sind vor allem mit den Bauarbeiten zur Rehabilitation und Erweiterung der Community Facilitation Centers (CFCs) und Datenzentren verbunden. Es ist wichtig zu betonen, dass der Bau neuer CFCs und Datenzentren nicht Teil des Projektumfangs ist und kein Landerwerb erforderlich sein wird. Zu den vorhersehbaren Umwelt Themen gehören die Umweltemissionen und die Abfallbewirtschaftung. Die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten während der Betriebsphase sollte ebenfalls in Betracht gezogen werden. Zu den sozialen Auswirkungen können solche auf die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung sowie Auswirkungen im Zusammenhang mit der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und den Arbeitsbedingungen während der Bauphase gehören. Nach Angaben der International Labor Organization (ILO) ist die Verwendung von Kinder- und Zwangsarbeit im ländlichen Pakistan weit verbreitet und dürfte zum Teil auf das Ausmaß der Armut sowie den Einsatz schutzbedürftiger Wanderarbeiter aus dem benachbarten Afghanistan und die zunehmende Präsenz von Flüchtlingssiedlungen zurückzuführen sein. Um die Umwelt- und Sozialbelange während der gesamten Projektdurchführung effektiv zu managen, wird der Projektpartner von einem Implementierungsberater (IC) unterstützt. Die erforderlichen Maßnahmen zur Erfüllung der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie sind im Environmental and Social Commitment Plan (ESCP) des Projekts festgehalten. Gesetzlich vorgeschriebene Initial Environmental Examinations (IEE) sowie detaillierte Environmental Impact Assessments (EIA) werden im Rahmen der Projektplanung und der UVP-Risikobewertung durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen dieser Risikobewertung wird die Projektträgerin, unterstützt durch den IC, geeignete Schutzinstrumente entwickeln, darunter einen Umwelt- und Sozialmanagementrahmen, einen Umwelt- und Sozialmanagementplan sowie einen Plan zur Einbeziehung der Interessenträger.

Land / Region / Institution Pakistan
Nummer 46351
Schwerpunkt Demokratie
Sektor 15110 - Politik und Verwaltung im öffentlichen Sekt
USV-Kategorie B+
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 16 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner PROVINCE KHYBER PAKHTUNKHWA, KHYBER PAKHTUNKHWA INFORMATION TECHNOLOGY BOARD (KPITB)
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

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