Deutsch-Indische Solarpartnerschaft III
Zur Förderung des Ausbaus der Nutzung von Solarenergie wurde 2015 ein Abkommen zwischen Indien und Deutschland geschlossen, welches in 3 Themenvorhaben aufgeteilt ist und ein Gesamtvolumen von rd. 1 Mrd. EUR umfasst. Das "Deutsch-Indische Solarpartnerschaft III" baut auf die gleichnamigen Projekte Phasen I und II auf. Es werden zwei Entwicklungskredite, einmal an den bundesstaatlichen Energieträger Mahrashtra State Power Generation Co. Ltd. und an die State Bank of India bereitgestellt.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Das Themenvorhaben "Deutsch-Indische Solarpartnerschaft III" besteht aus zwei Komponenten mit zwei Projektträgern: der bundesstaatliche Stromerzeuger Maharashtra State Power Generation Company Limited (Mahagenco, Komponente 1) und die State Bank of India (SBI, Komponente 2). Themenvorhaben müssen die höchste Risikokategorie seiner Komponenten ausweisen, so dass die USVP-Kategorie FI/A formal dem gesamten Themenvorhaben zugeordnet wird. Komponente 1: Mahagenco Die Komponente 1 wurde hinsichtlich seiner Umwelt- und Sozialauswirkungen in die Risikokategorie B+, erhebliches Risiko, eingestuft. Bei den zu finanzierenden Maßnahmen handelt es sich im Wesentlichen um solare Freiflächenanlagen mit mittleren Risiken und in der Regel temporären Auswirkungen, die mit Gegenmaßnahmen nach dem Stand der Technik bzw. mit Standardmethoden gemindert werden können. Insbesondere können temporär durch die Baumaßnahmen Auswirkungen durch Baustellenverkehr, Lärm und Luftbelastungen (Bau)Abfälle entstehen, die auch Anwohner gesundheitlich belasten können. Da sich die Standorte in einem wasserarmen Gebiet befinden, sind besondere Maßnahmen (z.B. Trockenreinigung der Solarmodule, Regenwassererfassung etc.) zu ergreifen, um die örtlichen Wasserressourcen zu schonen. Komponente 2: SBI Aufgrund des Schwerpunkts hin zu großen Solarparks, die mit mäßigen bis hohen Umwelt- und Sozialrisiken verbunden sein könnten, und der Tatsache, dass das ESMS von SBI noch in Bearbeitung ist, wird das Projekt in die E&S-Risikokategorie FI/A eingestuft. SBI ist ein bekannter Partner der KfW und hat Unterstützung bei der Entwicklung eines Umwelt- und Sozialmanagement System (USMS) für frühere Kreditlinien erhalten. Das USMS weist derzeit Lücken im Vergleich zu den Anforderungen der KfW auf, was die organisatorischen Kapazitäten (inkl. U&S-Schulungen) und die Durchführung von USVP-Verfahren betrifft. Mit SBI wurde ein "Environmental and Social Commitment Plan" (ESCP) besprochen und vereinbart, der Bestimmungen zur Verbesserung bestimmter Elemente des USMS enthält. Einen externen Berater wird die Durchführung der USVP von Projekten im Rahmen dieser Kreditlinie übernehmen. Bei allen Darlehen, die im Rahmen des Projekts finanziert werden, wird die KfW die USVP Unterlagen des Projekts bekommen, einschließlich der Möglichkeit eines Besuchs vor Ort. SBI verfügt über einen Beschwerdemechanismus (SBI's Customer Grievance Redressal Policy, 2019) um weitere Beteiligte die Möglichkeit zu geben, Beschwerden, nicht nur an die Entwickler der Projekte, sondern auch an der SBI selbst zu stellen. SBI verpflichtet sich der KfW regelmäßig über die Entwicklung der mit KfW Funds finanzierten Projekten, sowie über die Umsetzung und Änderungen des USMS Bericht zu erstatten und besondere Vorkommnisse unverzüglich zu melden.
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