COVID-19 Nothilfeprogramm Lateinamerika

Bereits bevor die WHO am 11. März 2020 COVID-19 zur Pandemie erklärt hat, wurde Ende Februar 2020 Lateinamerika von COVID-19 erfasst. Viele Länder in der Region zählen zu den am stärksten betroffenen weltweit. Hauptziel des Vorhabens ist zur Umsetzung nationaler Pandemiepläne in ausgesuchten Ländern Lateinamerikas beizutragen, um Kapazitäten im Gesundheitswesen zu stärken und Unterstützungsleistungen zu erbringen. Damit sollen für die Bevölkerung und Wirtschaftssubjekte negative Folgen der COVID-19-Pandemie abgemildert werden. Maßnahmen umfassen die Stärkung vorhandener oder die Einrichtung neuer Kapazitäten zur verbesserten Prävention, Diagnose und Behandlung (z.B. Hygiene- und Schutzmaßnahmen, Testkapazitäten, Isolierstationen, Behandlungsplätze, Impfprogramme) sowie ggf. soziale und wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen.

Bei der Umsetzung des Vorhabens werden der Lateinamerikanischen Entwicklungsbank (CAF) anhand eines vorab definierten Kriterienkatalogs aus den Ländern Vorschläge zur Refinanzierung aus dem FZ-Vorhaben vorgelegt. Die von der CAF geprüfte Endkreditvergabe erfolgt dabei auf Basis etablierter Kreditvergabeprozesse unter Berücksichtigung strenger Qualitätsstandards. Die Endkreditnehmer sind für die Umsetzung der Maßnahmen, die zur Stärkung der Kapazitäten führen, selbst verantwortlich. Gestärkte Kapazitäten sollen mehr Menschen präventiv, diagnostisch und therapeutisch begünstigen. Unterstützungsleistungen sollen Menschen mit dem Notwendigsten versorgen und Unternehmen mit Liquidität versorgen, um einen Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Abfederung bestimmter Bevölkerungsgruppen zu leisten.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben wurde der Umwelt und Sozial (U&S) Risikokategorie FI/B zugeordnet. Die im Vorhaben vorgesehenen Finanzierungen beziehen sich auf über CAF weitergeleitete Kreditlinien an Partnerfinanzinstitutionen (PFI) zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen von Unternehmen sowie Kredite an staatliche und öffentliche Einrichtungen zur Stärkung des Gesundheitssystems zur Eindämmung, Diagnose und Behandlung des COVID-19 (z.B. Anschaffung von zusätzlichen Beatmungsgeräten, zusätzliche Personalkosten, Schutzkleidungen, Einwegprodukte, etc.). Infrastrukturmaßnahmen, wie der Bau von Krankenhäusern oder Testcenter, sind nicht das Hauptziel des Programmes, aber grundsätzlich möglich (Dies wären Kategorie B Vorhaben, und sollten zur NO-vorgelegt werden). Da Überbrückungskredite und Arbeitsmittelkredite kurze Laufzeiten haben und keine Investitionen damit getätigt werden (welche erhöhte Risiken z.B. durch den Bau von neuen Produktionsstätten o.ä. innehaben könnten), sondern laufende Kosten damit gedeckt werden, sind die Risiken jedoch sehr begrenzt und eher als gering einzuschätzen. B-Projekte müssen das U&S Management System der CAF durchlaufen und u.a. auf folgende Themen geprüft werden: Management medizinischer Abfälle und Einwegabfälle sowie Krankenhausabwässer, Konsultation und Information der umliegenden Gemeinde um die Akzeptanz der Maßnahme zu erhöhen, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz von Mitarbeitern und Patienten beim Bau und Betrieb, Gender-Based-Violence Risiken (S09 Gender Safeguard der CAF), Management der privaten oder staatlichen Sicherheitskräfte, etc. Dies wurde mi der CAF vertraglich vereinbart.

Land / Region / Institution CAF (Andenpakt)
Nummer 48794
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 12250 - Bekämpfung von Infektionskrankheiten
USV-Kategorie FI/B
Finanzierungsinstrument Entwicklungskredit
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 219,29 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner CORPORACIÓN ANDINA DE FOMENTO (CAF)
Zuständige Abteilung Lateinamerika und Karibik

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