Cote d'Ivoire: Erhalt des Comoé-Nationalparks II
Kernproblem:
Der Comoé Nationalpark ist mit 11.500 km² der größte Nationalpark Westafrikas. Durch die andauernde politisch- militärische Krise des Landes ist der Park stark in Mitleidenschaft gezogen worden: Die Infrastruktur verfiel, die Parküberwachung konnte nicht mehr auf dem erforderlichen Niveau sichergestellt werden, Fauna und Flora wurden durch menschliche Einflüsse empfindlich gestört. Gleichzeitig bleiben die Lebensbedingungen der Menschen im Umfeld des Parks nach wie vor hinter dem Landesdurchschnitt zurück.
Modulziel:
Ziel der EZ-Maßnahme ist der Schutz und die nachhaltige Bewahrung des Parks vor zerstörerischer menschlicher Einwirkung in Zusammenarbeit mit der Anrainerbevölkerung und anderen lokalen und regionalen Partnern.
Wesentliche Outputs:
Die Parkverwaltung wird beim Auf- und Ausbau der zur Parküberwachung erforderlichen Infrastruktur, der Anschaffung der notwendigen Ausrüstung und der Erarbeitung von partizipativen Schutz- und Überwachungsstrategien unterstützt. Darüber hinaus werden Kleinprojekte in der Parkrandzone finanziert und Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt. Im Zusammenspiel mit Beratungsmaßnahmen der TZ und der langfristigen Finanzierung, die der Park im Rahmen einer 2012 zwischen der Bundesrepublik und der Côte d'Ivoire vereinbarten Schuldenumwandlung über die ivorische Stiftung Fondation pour les Parcs et Réserves en Côte d'Ivoire (FPRCI) erhält, werden so wichtige Voraussetzungen für eine dauerhafte Bewahrung und ein nachhaltiges Management des Parks geschaffen.
Zielgruppe:
Die Anrainerbevölkerung im Umland des Parks, deren Lebensbedingungen verbessert und die auf diese Weise motiviert wird, ihren Beitrag zur Bewahrung des Parks zu leisten.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Aufgrund seiner möglichen Umwelt- und Sozialrisiken wird das Vorhaben der USVP Kategorie B+ gemäß KfW Entwicklungsbank-Nachhaltigkeitsrichtlinie zugeordnet. Der Comoé-Nationalpark ist seit 50 Jahren etabliert, wurde 1983 zum Weltnaturerbe ernannt und wird grundsätzlich von der Bevölkerung anerkannt. Gezielte Maßnahmen zur Förderung der Anrainerbevölkerung (soziale Infrastruktur, Transhumanz-Korridore) wurden in der Projektkonzeption berücksichtigt. Die korrekte Vorgehensweise des Projektträgers beim Law Enforcement und die diesbezügliche Einhaltung von Menschenrechten werden u.a. über Trainingsmaßnahmen und eine Prüfung des Managementplans des Parks sichergestellt. Im Rahmen des Vorhabens sind keine Umsiedlungen vorgesehen, negative Auswirkungen auf indigene Bevölkerungsgruppen oder Kulturerbe werden nicht erwartet. Hauptziel des Vorhabens ist der Erhalt der Biodiversität, sodass in erster Linie positive Umweltwirkungen erwartet werden. Die geplante Infrastruktur basiert auf kleinteiligen Baumaßnahmen, für deren Umsetzung ein USV-Rahmenplan erstellt wurde.
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