CMR - Unterstützung von weiblichen Flüchtlingen und mangelernährten Kindern aus der CAF, NGA und CMR

Laut UNHCR hatte Kamerun bis September 2020 rd. 306.000 Flüchtlinge aus der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) und rd. 116.000 Flüchtlinge aus Nigeria aufgenommen. Die Situation in Kamerun wird auch durch die steigende Zahl von Binnenflüchtlingen verschärft, die ebenso wie die Geflüchteten aus der ZAR und Nigeria vornehmlich in die vier Regionen Extremer Norden, Norden, Adamaoua und Osten gezogen sind. In diesen Regionen beträgt der Flüchtlinge an der Gesamtbevölkerung zwischen 20 % und 30 %.

Die Gemeinden sind kaum in der Lage, auf die erhöhten Bedürfnisse der vorwiegend armen Bevölkerung zu reagieren. Es mangelt insbesondere an Nahrungsmitteln, Zugang zu sauberem Trinkwasser und einer grundlegenden Gesundheitsversorgung, insbesondere für junge Frauen, Schwangere, Mütter und ihre Kleinkinder. Die anhaltende Mangelernährung vieler Mütter kann zu physischen und kognitiven Fehlbildungen bei Neugeborenen führen. Die Gründe der Mangelernährung vieler Mütter liegen oft in den sehr kurzen Abständen zwischen den Geburten, dem sehr jungen Alter und den häufigen ungewollten Schwangerschaften. Diese Gründe verstärken sich in Fluchtsituationen, in denen Frauen auch im Zusammenhang mit sexualisierter Gewalt besonders vulnerabel sind.

Übergeordnetes Ziel der aus der Sonderinitiative "Fluchtursachen bekämpfen - Flüchtlinge reintegrieren" (SI Flucht) finanzierten Maßnahme ist es daher, die Gesundheits- und Ernährungssituation von Geflüchteten und der aufnehmenden Bevölkerung, insbesondere von mangelernährten Frauen und Kindern unter 5 Jahren, in den genannten Regionen zu verbessern. Dies soll zum einen durch eine Verbesserung der Ernährungssituation erfolgen und zum anderen, indem die Rolle der Frauen durch verbesserte Möglichkeiten zu einer selbstbestimmten Familienplanung gestärkt wird.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Das Vorhaben strebt eine verbesserte Ernährungssituation für Kinder, Mädchen und Frauen an. Aufgrund der Vorhabenaktivitäten können potenziell leichte bis moderate negative Auswirkungen auf die Bevölkerung nicht ausgeschlossen werden. Diese Risiken umfassen insbesondere Gesundheits- und Sicherheitsrisken für die allgemeine Bevölkerung sowie Projektmitarbeiter. Die im Vorhaben geplanten Aktivitäten bringen zum Teil größere Menschenansammlungen mit sich, bei denen sich potenzielle COVID-19 Übertragungsrisiken zwischen Gemeindemitgliedern untereinander und auch zwischen Projektmitarbeitern und Gemeindemitgliedern ergeben. Darüber hinaus wurden potenzielle Sicherheitsrisiken, insbesondere für Projektmitarbeiter, durch die Präsenz terroristischer Organisationen in einzelnen Projektregionen identifiziert. Es sind keine erheblichen Risiken auf Umweltgüter absehbar. Aufgrund der identifizierten Risiken wird das Vorhaben gemäß der KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie B eingestuft. Die Risken sind durch die Umsetzung entsprechender Maßnahmen vermeid- und verminderbar. Um die hier beschriebenen Risiken zu vermeiden, sind grundsätzlich die nationale Umwelt- und Sozialgesetzgebung einzuhalten sowie die Nachhaltigkeitsanforderungen der KfW Entwicklungsbank. Diese umfassen die Umwelt- und Sozialstandards der Weltbank , die allgemeinen und sektoralen EHS Guidelines der Weltbankgruppe (insbesondere die Richtlinien zu Gesundheit der lokalen Bevölkerung und Arbeitssicherheit) und die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation. Weiterhin hat die KfW mit dem Vorhabenträger vereinbart, dass Maßnahmenpläne zur Minderung von Übertragungsrisiken durch COVID-19 und dem Schutz der Zielgruppen sowie Projektmitarbeiter erstellt und umgesetzt werden. Der Vorhabenträger hat die KfW regelmäßig über die Umsetzung der Maßnahmen sowie eventuelle besondere Vorkommnisse zu informieren. Darüber hinaus wurde mit den Trägern die Einrichtung eines Beschwerdemechanismus vereinbart, welcher für die allgemeine Bevölkerung sowie Projektmitarbeiter zugänglich sein muss.

Land / Region / Institution Kamerun
Nummer 44645
Schwerpunkt Gesundheit
Sektor 12240 - Grundlegende Ernährung
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber -
Deutscher Finanzierungsbeitrag 12 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner UNITED NATIONS CHILDREN'S FUND
Zuständige Abteilung Zentrales und südliches Afrika

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