Cash Transfers zur Ernährungssicherung & Abfederung der Auswirkungen von Russlands Angriffskrieg gegen die UkrainePhase2
Das Vorhaben "Cash Transfers zur Ernährungssicherung und Abfederung der Auswirkungen von Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine Phase 2" hat als Modulziel die Stabilisierung der Ernährungssituation für besonders vulnerable Haushalte durch die Abfederung der wirtschaftlichen Folgen des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine und das Empowerment von Frauen. Das Modulziel soll mittels Cash-Transfers innerhalb nationaler Systeme der sozialen Sicherung, durch die Förderung des Schulbesuchs von Mädchen und die Pilotierung von Informationskampagnen zur Ernährungssicherung erreicht werden. Zielgruppe sind 1.100.998 im nationalen System der Sozialen Sicherung (SCT) registrierte Haushalte, die nach Vulnerabilitätskriterien selektiert wurden. Effektiv fallen die meisten Begünstigten (66 %) in die Kategorie "ein von Frauen mit drei und mehr Kindern geführter Haushalt". Weiterhin sind 12 % der Begünstigten Frauen mit Behinderung. Insgesamt sind 78 % der Begünstigten Frauen. Das Vorhaben soll im strategischen Rahmen der Sonderinitiative "Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme" (SI AGER) umgesetzt werden und ist nicht Bestandteil eines EZ-Programms, ist jedoch eingebettet in die bestehende Struktur der sozialen Sicherung Sambias und komplementiert diese. Projektträger ist die International Bank of Reconstruction and Development (IBRD) der Weltbankgruppe.
Umwelt- und Sozialverträglichkeit
Nach derzeitigem Kenntnisstand ist für das Vorhaben von einem mittleren U&S-Risiko auszugehen. Es wird entsprechend der Nachhaltigkeitsrichtlinie der KfW Entwicklungsbank in die USVP Kategorie: "B" (moderates Risiko) eingestuft. Die Risiken bestehen insbesondere für die Geldboten (Überfall) sowie deren Ansteckungsgefahr mit COVID und anderen Krankheiten bei der physischen Geldübergabe an die begünstigten Menschen. Das Risiko wird aufgrund der Art der für dieses Projekt vorgeschlagenen Aktivitäten als moderat eingestuft. Da das Projekt auf gefährdete Frauen abzielt, um Bargeldtransfers bereitzustellen, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt die lokale Machtdynamik im Einflussbereich des Projekts verändern könnte. Die Veränderung der Machtdynamik auf Haushaltsebene trägt tendenziell zu einem erhöhten Risiko von geschlechtsspezifischer Gewalt (GBV), sexueller Ausbeutung und Missbrauch (SEA), sexueller Belästigung (SH) und unerlaubten sexuellen Beziehungen mit Minderjährigen bei. Um die Projektrisiken zu vermeiden bzw. zu vermindern sind die nationale Umwelt- und Sozialgesetzgebung und die Nachhaltigkeitsanforderungen der KfW Entwicklungsbank einzuhalten. Verbindlicher Bewertungsmaßstab für den Bewertung und den Umgang mit den Umwelt- und Sozialrisiken sind damit die nationale Gesetzgebung, die Umwelt- und Sozialstandards der Weltbankgruppe (Environmental and Social Standards (ESS)) sowie deren generelle und sektorspezifischen Environmental, Health and Safety (EHS) Guidelines sowie die Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)). Des weiteren werden die Anforderungen des Menschenrechtsleitfadens des BMZ sowie der UN Basic Principles and Guidelines on Development-based Evictions and Displacement berücksichtigt.
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