BONO - Wirtschaflticher Wiederaufbau durch Beschäftigung und Wiederbelebung der lokalen Wirtschaft (Phase VIII)

Trotz der Rückkehr von über 4,9 Millionen ehemals Vertriebenen in ihre Herkunftsregionen leben weiterhin rund eine Million Menschen im Nachgang des IS-Kriegs zwischen 2014 und 2017 im Irak in anhaltender Vertreibung, viele davon unter prekären Bedingungen. Eine Rückkehr wird vor allem durch fehlende Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten erschwert. Das Ziel des Vorhabens ist die Generierung von Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Binnenvertriebene, Rückkehrende und bedürftige Einwohnerinnen und Einwohner aufnehmender Gemeinden in ausgewählten irakischen Gouvernoraten zu schaffen und somit die wirtschaftliche und soziale Situation dieser Zielgruppen zu verbessern. Es fördert die Beschäftigungsfähigkeit durch Berufsbildung, praxisnahe Trainings und Jobvermittlung im Rahmen der Individual Livelihoods Assistance (ILA) und des Graduation Approach (GA). Gleichzeitig werden kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch Zuschüsse aus dem Enterprise Development Fund (EDF) unterstützt, um Betriebs- und Unternehmenserweiterungen zu ermöglichen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Das Vorhaben wird aus der Sonderinitiative "Geflüchtete und Aufnahmeländer" finanziert und von der International Organization for Migration (IOM) umgesetzt.
Die Zielgruppe des Vorhabens sind irakische Binnenvertriebene, Rückkehrende sowie bedürftige Bewohnerinnen und Bewohner aufnehmender Gemeinden in den Gouvernoraten Diyala, Salah al-Din, Bagdad, Ninewa, Anbar, Kirkuk, Dohuk, Erbil und Sulaymaniyah. Insgesamt sollen rund 3.431 Personen direkt von den Maßnahmen profitieren, und es entstehen etwa 741 neue Arbeitsplätze.

Umwelt- und Sozialverträglichkeit

Ziel des Vorhabens ist es, einen Beitrag an der wirtschaftlichen Erholung des Iraks durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Wiederbelebung der Lebensgrundlagen von Binnenvertriebenen (IDPs), Rückkehrenden und Aufnahmegemeinden zu leisten. Die Aktivitäten im Vorhaben werden analog zu den Phasen I-VII entwickelt. Folgende Komponenten sind hierfür vorgesehen: (1) Unterstützung bei der Eröffnung/Expansion eines Kleinstunternehmens sowie kapazitätsbildende Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbefähigung (ILA - Individual Livelihoods Assistance, GA - Graduation Approach) sowie (2) Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch Zuschüsse aus dem Unternehmensentwicklungsfonds (Enterprise Development Fund - EDF). Das Vorhaben soll über einen Zeitraum von 36 Monaten in ausgewählten Kommunen der 9 Gouvernorate (Diyala, Salah al Din, Bagdad, Ninewa, Anbar, Kirkuk, Dohuk, Erbil und Sulaymania) im Irak umgesetzt werden. Gemäß KfW-Nachhaltigkeitsrichtlinie (2024) wurde das Projekt aufgrund der post-Konflikt-Umgebung in die Umwelt- und Sozialrisikokategorie "B" eingeordnet. Ein Environmental & Social Management Framework (ESMF) wurde bereits für das Vorhaben in früheren Phasen entwickelt, welches spezifische Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprozesse und Schutzinstrumente für die KfW-finanzierten Projektaktivitäten durch IOM enthält. Die vom ESMF festgelegten Prozesse und Anforderungen gelten weiterhin und dienen als Richtschnur für das E&S-Risikomanagement und den Sicherungsansatz des Projekts. Der ESMF wird erweitert, um eine stärker auf die EDF-Geschäftsbereiche zugeschnittene Methodik zur Risikobewertung zu ermöglichen und realistischere Lösungen für die ermittelten kritischen ESHS-Risiken zu bieten. Darüber hinaus wurde zwischen der KfW und IOM ein ESCP (Environmental & Social Commitment Plan) vereinbart, der die E&S-Schutzmaßnahmen und die notwendigen Schutzinstrumente vertraglich verbindlich festlegt.

Land / Region / Institution Irak
Nummer 63631
Schwerpunkt Friedensentwicklung und Krisenprävention
Sektor 16020 - Beschäftigungsmöglichkeiten
USV-Kategorie B
Finanzierungsinstrument Zuschuss / Darlehen aus Haushaltsmitteln
Weitere Geber Eigenbeitrag d. Landes/Own contribution of country
Deutscher Finanzierungsbeitrag 15,75 Mio. EUR
Status aktiv
Auftraggeber BMZ
Projektpartner INTERNATIONAL ORGANIZATION FOR MIGRATION
Zuständige Abteilung Nahost, Afghanistan und Pakistan

Kontakt

Transparenz

Sollten noch Fragen offen gebieben sein, stehen wir gerne zur Verfügung: